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Bürger können sich an Wand der Waldhütte verewigen

Bürger können sich an Wand der Waldhütte verewigen
Das ehemalige Arbeiterhäuschen im Vorster Wald soll zu einem Ort für Open-Air-Veranstaltungen werden
Vorst. Bei spätsommerlichen Temperaturen wurde jetzt die Einweihung der Waldhütte gefeiert. Rund 150 Gäste waren in den Vorster Wald gekommen, um das rosa Märchenhäuschen der Krefelder Künstlerin Monika Nelles zu bewundern. Ebenso außergewöhnlich wie das „rosa Klötzchen“ waren die jazzigen HipHop-Rhythmen der Band „Fil der Protagonist“. Die Beats gaben dabei die Richtung des Kunstabends vor: Ungewöhnlich, spritzig und vor allem kommunikativ sollte die Vernissage verlaufen. Der Vorsitzende des Kunstvereins Nordkanal Markus Albiez nutzte seine Eröffnungsrede, um den vielen Beteiligten zu danken. Mehr als ein halbes Jahr hat es von der Planung bis zur Vollendung gedauert. Während dieser Zeit waren viele Akteure mit großem Engagement dabei. Vor allem die Handwerksbetriebe haben sich überdurchschnittlich für das Projekt stark gemacht. So haben die beiden Kaarster Betriebe Nink Malerarbeiten und Thoma Elektroanlagen die Renovierung und Beleuchtung komplett kostenfrei übernommen. Die Sparkassenstiftung Kaarst-Büttgen war der Hauptsponsor, aber auch die Bürgerstiftung Kaarst hat dem Kunstverein unter die Arme gegriffen, „da das Projekt eine hohe soziale Relevanz hat“, wie Albiez betont. Kulturdezernent Dr. Sebastian Semmler, Schirmherr der Eröffnung, lobte das große und ausdauernde Engagement des Vereins und freut sich auf kommende Kunstprojekte, die der Kunstverein für Kaarst verwirklichen wird. Die Künstlerin Monika Nelles stellte im Anschluss die künstlerische Konzeption vor. Unter dem Titel „Geheime Gedanken“ möchte sie die Öffentlichkeit auffordern, durch das Kunstwerk inspiriert eigene Gedanken an den Wänden der Hütte zu verewigen. Dazu kann sich jeder Besucher der Kreide bedienen, die vor Ort bereit gestellt wird. Im Anschluss lud sie alle Gäste ein, ihre Gedanken an die rosa Wände des Häuschens zu schreiben. Noch lange blieben die Gäste im Vorster Wald, um zu sehen wie die von innen beleuchtete Hütte sich im Dunkeln verwandelte, während die Band den Soundtrack dazu lieferte. Albiez sieht in der Waldhütte großes kulturelles Potenzial: „Die rosa Waldhütte ist die ideale Location, um auch in Zukunft kulturelle Open-Air-Veranstaltungen wie Lesungen im Vorster Wald zu veranstalten. Mit der Volkshochschule sind wir dazu schon im Gespräch.“ Von Rolf Retzlaff

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(Kurier-Verlag)