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CDU: Überbelegung der S-Bahnen schnell abstellen

CDU: Überbelegung der S-Bahnen schnell abstellen
Reimer Schubert ärgert sich über volle S-Bahnen. FOTO: Foto: Retzlaff
Kaarst. Seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember herrschen am Büttger S-Bahnhof insbesondere morgens teils chaotische Zustände. Infolge neuer Fahrzeuge wird derzeit eine geringere Platzkapazität zur Verfügung gestellt, was dazu führt, dass viele Pendler keinen Platz mehr in der Bahn bekommen. „Die derzeitige Situation ist für die Pendler am Büttger Bahnhof schlicht unzumutbar. Die Verantwortlichen bei VRR und DB Regio müssen ihren vertraglichen Verpflichtungen nach-kommen und ausreichend Transportkapazitäten zur Verfügung stellen“, fordert CDU-Partei- und Fraktionschef Lars Christoph. Die CDU hat jetzt einen Antrag gestellt,dieses Thema im Planungs- und Verkehrsausschusses Mitte Februar zu behandeln. Dabei ist die Stadt selber nicht verantwortlich für den Missstand und hat auch keine eigenen Möglichkeiten für eine Verbesserung zu sorgen, aber: „Über die Kreisverkehrsgesellschaft zahlen wir nicht unerhebliche Summen für einen vernünftigen Bus- und Bahnverkehr in unserer Stadt. Die zuständigen Stellen beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und der DB Regio, mittelbar also unsere Auftragnehmer, sollen daher darlegen, warum es zu der jetzigen Situation gekommen ist und was unternommen wird, damit die chaotische Situation der Überbelegung schnellstens ent-schärft wird“, fordert Lars Christoph. Mit einem entsprechenden Antrag soll die Verwaltung beauftragt werden, in dieser Weise entsprechenden Druck auszuüben. Von Rolf Retzlaff

Hintergrund für die Problematik ist der Einsatz neuer Züge auf der S-Bahn Linie 8. Seit dem Fahrplanwechsel des VRR am 14. Dezember 2014 werden dort neue zweiteilige Züge mit Platz bis zu je 343 Personen eingesetzt. Die bisherigen alten Züge boten jeweils Platz für 544 Personen. Diese älteren Züge verkehrten bis auf Ausnahmen regelmäßig zweiteilig und boten daher Platz für bis zu 1.088 Personen. Mit den neuen zweiteiligen Zügen können nur noch 686 Personen befördert werden, also insgesamt 402 Plätze weniger als zuvor.

Aus Sicht der Union stelle sich die Frage, weshalb nur zweiteilige Züge eingesetzt würden, wo doch nach eigenen Recherchen 2012 dreiteilige Züge bestellt worden seien, die dem früheren Platzangebot entsprächen, führt CDU-Ratsmitglied Reimer Schubert an.

(Kurier-Verlag)