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Der Hoppeditz ist erwacht - Kaarst freut sich auf die närrische Session!

Der Hoppeditz ist erwacht!
Der Hoppeditz ist erwacht! FOTO: Rolf Retzlaff
Kaarst. Nach 21 Tagen im Amt gab es eine Premiere für Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus: Sie erlebte das erste Mal das Hoppeditzerwachen als Stadtchefin mit.

Dr. Nienhaus hatte ein närrisches Problem: Ihr Vorgänger im Amt des Bürgermeisters, Franz-Josef Moormann, hat den Karnevalsordner "mitgehen lassen"... Das ganze Rathaus wurde auf den Kopf gestellt. Nichts zu finden - dabei stand Hoppeditzerwachen vor der Tür. Doch die Stadtchefin ließ sich nicht ins jecke Bockshorn jagen: Gut gelaunt rekelte sie um die Wette mit Sandra Litgen, die wieder in die Rolle des Hoppeditz schlüpfte.

Der Hoppeditz eröffnete die närrische Session, wobei ihre Rede teilweise sehr ernst ausfiel. Der Blick auf die Flüchtlingsproblematik irritierte so manchen Zuhörer. Aber als die ins Gewerbegebiet Kaarster Kreuz führende Ohrenbrücke mit der rund 150.000 Euro teuren Aussichtsplattform aufs Korn genommen wurde, stieg die Stimmung zunehmend. "Jedem, der einmal dort oben wird steht, wird der Atem stocken, so viel Schönes kann er dort sehn. Von Subway, McDonalds und auch KFC, sowie den Regiobahngleisen vis a vis, vom überwätigenden Rauschen der Neersener Straße, über die jede Menge Autos täglich viel zu schnell rasen", reimte Sandra Litgen. Weitere Themen waren "das mit Ruß bekleckerte Sauberimage" des VW-Konzerns, der Bürgermeister-Wahlkampf mit der Wahlplakat-Schwemme und der Skandal um die WM-Vergabe.  

Nach der Hoppeditz-Rede machte Dr. Nienhaus deutlich, dass sie nicht allein stand im "Konzert der Hoppeditzerwachen-Neulinge": Auch für die Technische Beigeordnete Sigird Burkhart und Stadtkämmerer Stefan Meuser ("Ich hab keine Mäuse...") war dies eine närrische Premiere. Aber da war ja noch der Erste Beigeordnete Sebastian Semmler, der schon im vergangenen Jahr dabei war: "Der wusste wenigstens, wo man kopiere kann...", schmunzelte Nienhaus. Also war sie auf sich allein gestellt - wäre da nicht Dieter Güsgen gewesen. Der Chef für Kultur und Stadtmarketing übernahm immer wieder die Rolle des Moderators.

Für allerbeste Stimmung sorgten auch die Auftritte der beiden Tanzgruppen der Kaarster Narrenagrde Blau-Gold. Als DJ hatte Manfred Brendel am Mischpult Platz genommen.