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Der Wunschbaum steht wieder: Vielen Dank, Familie Gaspers!

Der Wunschbaum steht wieder: Vielen Dank, Familie Gaspers!
Die Stellvertretende Bürgermeisterin Brigitta Thönißen (4.v.l.) gratuliert der Familie Gaspers zur wieder einmal gelungenen Weihnachtswunschbaum-Aktion. FOTO: Foto: Rolf Retzlaff
Kaarst. Was gibt es schöneres, als anderen Menschen zur Weihnachtszeit eine Freude zu bereiten? Bereits zum siebten Mal hat Gärtnermeister Georg Gaspers mit Unterstützung seiner Familie einen Weihnachtswunschbaum im Kaarster Rathaus aufgestellt. Rund neun Meter groß ist die prachtvolle serbische Fichte, mehr als 200 Wunschzettel von Kindern bedürftiger Familien warten darauf, von Kaarster Bürgern „gepflückt“ zu werden. Von Rolf Retzlaff

Und so geht’s: Suchen Sie sich einen der Wunschzettel aus, kaufen den Artikel und geben ihn an der Infotheke des Rathauses ab. Es gibt auch die Möglichkeit, den Zettel direkt bei den freundlichen Damen an der Infotheke samt dem nötigen Geldbetrag zu hinterlegen. Den Einkauf übernimmt dann Familie Gaspers.

Die Wünsche der Kinder sind recht bescheiden. Renner sind Puppen, Kosmetikartikel, Mützen und Schals. „Aber es gibt auch ausgefallenere Wünsche wie ein Wäscheständer oder ein Toaster“, weiß Gaspers, dass durchaus auch praktische Dinge für den Gabentisch gesucht werden. Der Wert eines Geschenks sollte 20 Euro nicht übersteigen.

Seit 2008 stellt die Familie Gaspers den Weihnachtswunschbaum im Kaarster Rathaus auf. „Seitdem ist jeder Wunsch erfüllt worden“, freut sich Martina Gaspers über die rege Teilnahme der Kaarster Bevölkerung. In nur wenigen Tagen sind die Wunschzettel meist verschwunden – und die Kinder dürfen sich auf eine kleine Überraschung zum Weihnachtsfest freuen. Das ist auch der „Lohn“, über den sich die Familie Gaspers freut. Gemeinsam mit Tochter und Sohn, Schwiegertochter- und -sohn sowie den Enkelkindern stemmen sie das Projekt mit Unterstützung durch die Stadtverwaltung. „Es ist viel Arbeit, aber es ist einfach schön, wenn man weiß, dass bei der Bescherung Kinderaugen strahlen werden“, so Martina Gaspers. Wer letztendlich beschenkt wird, bleibt anonym. Der Allgemeine Soziale Dienst, der Arbeitskreis Asyl, die Evangelische Kinder- und Jugendhilfe (Kinderheim Büttgen) und die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Die Insel“ schaffen Kontakte zu den Familien. Auf jeden Fall bleiben die Spenden vor Ort: „Wir beschenken ausschließlich Kaarster Kinder“, macht Georg Gaspers deutlich, dass die Aktion „Weihnachtswunschbaum“ eine gute Gelegenheit ist, auch die Not vor der eigenen Haustür zu lindern.

(Kurier-Verlag)