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Drei betrunkene „Sonntagsfahrer“ – Polizei setzt weiter auf Kontrollen

Drei betrunkene „Sonntagsfahrer“ – Polizei setzt weiter auf Kontrollen
Alkohol am Steuer kann teuer werden: Leider werden viele Fahrer erst schlau, wenn wirklich mal etwas passiert ist. FOTO: Foto: www.polizei-beratung.de
Kaarst. Wer sich betrunken ans Steuer setzt, handelt nicht nur gesetzeswidrig, sondern auch rücksichtslos. Die Polizei geht jetzt in die Offensive: „Wir werden unsere Verkehrskontrollen im gesamten Kreisgebiet vermehrt fortsetzen“, sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. So fielen am Sonntag gleich drei Fahrer mit erhöhtem Alkoholwert auf. Von Rolf Retzlaff

Im Jahr 2014 kam es zu 156 Verkehrsunfällen im Rhein-Kreis Neuss, bei denen der Konsum von Alkohol oder Drogen eine Rolle spielte. Die Ordnungshüter werden jetzt verschärft Kontrollen durchführen.

So auch in der Nacht zum Sonntag: Gegen 0.30 Uhr, war ein 52-jähriger Neusser mit seinem 5er-BMW in Kaarst auf der Neersener Straße unterwegs. Polizeibeamte kontrollierten den augenscheinlich nervösen Fahrer. Nachdem die Ordnungshüter seine „Fahne“ bemerkt hatten, bestätigte ein Alkoholvortest, dass der Mann zu viel getrunken hatte.

Der Wert des Erlaubten war deutlich überschritten. Ein Bereitschaftsarzt entnahm die notwendig gewordene Blutprobe. Den Führerschein des 52-Jährigen stellten die Beamten sicher.

Weiter ging es in der gleichen Nacht, gegen 3.40 Uhr. Ein 28-jähriger Neusser, der mit seinem Audi auf der Antoniusstraße in Vorst unterwegs war, fiel den Polizisten auf. Auch bei ihm war Alkoholgenuss im Spiel. Da es dem 28-Jährigen nicht gelang, das Alkoholtestgerät fehlerfrei zu „bedienen“, stimmte er einer Blutprobe zu. Ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.

Die dritte Trunkenheitsfahrt fand erneut in Kaarst statt. Auf der Girmes-Kreuz-Straße fiel am späten Sonntagabend, gegen 22.20 Uhr, der 28-jährige Fahrer einer BMW Limousine auf. Während des Gesprächs mit den Ordnungshütern gab dieser an, im Laufe des Tages Bier getrunken zu haben. Ein Test bestätigte seine Aussage, so dass eine Blutprobe erforderlich wurde. Auch er muss mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen.

Drei Fälle aus Kaarst, die zeigen, wie gedankenlos sich so mancher Autofahrer ans Steuer setzt. Mit diesem Verhalten gefährdet er nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Deshalb gilt: beim Autofahren Finger weg von Alkohol und Drogen! Doch leider werden manche Leute erst schlau, wenn wirklich etwas passiert...

(Kurier-Verlag)