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Durch& Durch: Kaarster Band will Disney World in Orlando erobern Zwei Monate lang spielt sie ihren Deutschrock im Deutschen Pavillon

Durch& Durch: Kaarster Band will Disney World in Orlando erobern Zwei Monate lang spielt sie ihren Deutschrock im Deutschen Pavillon
Von der Kaarst-Total-Bühne über den "großen Teich": "Durch&Durch" wird in rund zwei Monate lang im Disney World Resort im sonnigen Florida auftreten. FOTO: Rolf Retzlaff
Kaarst/Orange County. In Cinderella's Castle wird sie ihren Song "Gut zu zweit" nicht spielen – dafür aber im deutschen Pavillon: Die Kaarster Band "Durch& Durch" gastiert in diesem Jahr mehr als zwei Monate im Walt Disney World Resort in Orange County nahe Orlando/Florida. Von Rolf Retzlaff

Dabei hört sich die Geschichte der fünf Jungs schon an wie ein kleines Musikmärchen: Nach Auftritten auf kleineren Bühnen der Republik folgten Gigs beim Happiness-Festival neben Bands wie Jennifer Rostock und Bosse, ein Highlight war das Heimspiel auf der Hauptbühne bei Kaarst Total. Auch im Internet präsentieren sich die Musiker rege, zum Beispiel mit ihren neuen Maarweg-Singles "Augenblick" und "Gut zu zweit". Das hat sich gelohnt, denn durch Internetrecherche wurde eine Agentur auf "Durch& Durch" aufmerksam. Von hier aus gingen die Videos ins ferne Orlando. "I like them!", kam die knappe Antwort über den großen Teich – und damit war die Kaarster Band gebucht.

Ende März geht es für drei Wochen in die USA, zum Jahreswechsel folgt ein sechswöchiger Musiktrip zu Mickey Mouse und Co. Die Musiker erwartet im flächenmäßig weltgrößten Freizeitpark ein echter Nine-to-Five-Job. "Wir spielen fünf Tage in der Woche, acht Stunden am Tag: 20 Minuten Action, 40 Minuten Pause", erklärt Drummer Dominic Baumann den außergewöhnlichen Einsatz-Rhythmus im deutschen Pavillon. "Hier präsentieren wir unsere eigene Musik", freut sich Baumann, den "Durch& Durch"-Sound – gitarrenlastiger Deutschrock mit Pop- und HipHop-Einflüssen – auch in Amerika zum Besten geben zu dürfen. Neben den Eigenkompositionen werden die Jungs aber ein paar Coverversionen im Gepäck haben, zum Beispiel Nenas "99 Luftballons". "Dieses Lied kennen auch die Amerikaner", schmunzelt Baumann, "da können sie dann mal mitsingen." Ansonsten ist er natürlich gespannt, wie die Amis auf ihre Songs reagieren.

Wenn's zu stressig werden sollte, können sich die Deutschen in ihrem Band-Haus erholen. Vier Jungs, vier Schlafzimmer und ein Pool im Disney World Golf Resort – das hört sich nach reichlich Spaß an. Ob das "Zusammenhocken" auch die Kreativität anregt?

Immerhin sind die Musiker Probewochen in einem kleinen Eifel-Häuschen gewohnt – jetzt folgt die Luxusvariante.

"Hier werden bestimmt viele neue Songs entstehen", so Baumann, "und wer weiß? Vielleicht gibt es ja im kommenden Jahr eine America-Session..."

Rolf Retzlaff

(Kurier-Verlag)