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Es geht voran: Grundsteinlegung für das weltweit nachhaltigste IKEA-Haus

Es geht voran: Grundsteinlegung für das weltweit nachhaltigste IKEA-Haus
Beste Stimmung bei der Grundsteinlegung (v.l.): Detlef Boje (Einrichtungshauschef IKEA Kaarst), sein Nachfolger Stephan Laufenberg, Johannes Ferber (Expansionschef IKEA Deutschland), Ulf Wenzig (Nachhaltigkeitsmanager IKEA Deutschland), Dr. Ulrike Nienhaus (Bürgermeisterin Kaarst) und Hans-Jürgen Petrauschke (Landrat Rhein-Kreis Neuss). FOTO: Rolf Retzlaff
Holzbüttgen. Heute haben die Bürgermeisterin von Kaarst, Dr. Ulrike Nienhaus, der Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke, sowie Johannes Ferber, Expansionschef IKEA Deutschland, Ulf Wenzig, Nachhaltigkeitsmanager IKEA Deutschland, und Einrichtungshauschef Detlef Boje in Holzbüttgen im Gewerbegebiet Kaarster Kreuz den Grundstein für den "More Sustainable Store" gelegt – ein einmaliges Pilothaus für Umwelt und Nachhaltigkeit. Von Redaktion

"Wir freuen uns sehr, dass es nach vielen Jahren intensiver Gespräche und Abstimmungen nun losgeht und unser More Sustainable Store entsteht. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir ganz unkonventionell an die Planung herangehen konnten und die Möglichkeit haben, vieles, das man von IKEA kennt und gewohnt ist, auf den Kopf zu stellen", erläutert Johannes Ferber. "Entstanden ist daraus ein völlig neuartiger Ansatz, mit dem wir das Thema Nachhaltigkeit so umfassend wie möglich darstellen wollen."

Das ganzheitliche Konzept umfasst neben einer außergewöhnlichen Architektur auch den Einsatz von ressourcenschonenden und energieeffizienten Technologien sowie die Beteiligung von Bürgern, Mitarbeitern und lokalen Partnern.

"Ökologie, Ökonomie und Soziales – auf diesen drei Eckpfeilern basiert der More Sustainable Store und diese wollen wir bestmöglich in Einklang bringen, um dieses einzigartige Einrichtungshaus zu realisieren. Wir sind ganz besonders stolz darauf, dass wir unseren Besuchern in Kaarst bald das nachhaltigste IKEA Haus der Welt bieten können", so Einrichtungshauschef Detlef Boje.

Der Mensch und seine Bedürfnisse als Ausgangspunkt

Bei allen Überlegungen und Entwürfen für den More Sustainable Store soll der Mensch im Mittelpunkt stehen – und damit die Bedürfnisse der Kunden ebenso wie die der Mitarbeiter. Deshalb gab es nicht nur zahlreiche Workshops mit lokalen Kooperationspartnern, Politik und Verwaltung. In Umfragen haben sich außerdem die Bürger aus Kaarst sowie die IKEA Mitarbeiter beteiligt und viele der in diesem Zuge entstandenen Anregungen wurden in das Projekt aufgenommen. Dazu zählen etwa Sonnenterrassen und Grünflächen, Tageslicht im Einrichtungshaus sowie Relax- und Sporträume oder ein Kochbereich für die Mitarbeiter.

Der Dialogansatz soll in den kommenden Monaten kontinuierlich weitergeführt werden. Dafür gibt es ein Online-Bürgerforum unter www.buergerforum-kaarst.de, das auch während der Bauphase über alle Details und Fortschritte informiert. Interessierte können dort außerdem ihre Fragen stellen und sich austauschen.

Erneuerbare Energien und schonender Umgang mit Ressourcen

"Der More Sustainable Store in Kaarst wird eines der energieeffizientesten IKEA Einrichtungshäuser weltweit sein. Um dies zu erreichen, setzen wir auf alternative Energiequellen und ressourcenschonende Prozesse", sagt Ulf Wenzig, Nachhaltigkeitsmanager IKEA Deutschland. Neben dem Einsatz von Photovoltaik, Solarthermie und einem Blockheizkraftwerk gehört dazu auch die Nutzung von Abwasser und Regenwasser für die Sanitäranlagen sowie tageslichtabhängig gesteuerter LED-Lampen für eine energiesparende Beleuchtung.

Ob per Bus, mit dem Rad oder zu Fuß: Das individuelle Mobilitätskonzept sorgt dafür, dass die Besucher das neue Einrichtungshaus nicht nur mit dem Auto, sondern auch mit alternativen Verkehrsmitteln schnell und komfortabel erreichen. An den E-Tankstellen können Kunden ihr Elektroauto oder E-Bike während ihres Besuchs kostenlos laden.

IKEA wird am Standort Kaarst 100 Millionen Euro investieren und auf dem rund 124.000 Quadratmeter großen Grundstück eine geplante Verkaufsfläche von 25.500 Quadratmetern realisieren. Zusätzlich zu den 280 Arbeitsplätzen im bestehenden Einrichtungshaus in Kaarst sollen mindestens 40 Stellen neu geschaffen werden.