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Gebrauchte Windeln im Gelben Sack: Abfallbehälter werden kontrolliert

Gebrauchte Windeln im Gelben Sack: Abfallbehälter werden kontrolliert
Die Firma Schonmackers wird ab sofort den Inhalt Gelber Abfallgefäße kontrollieren. FOTO: Foto: Thomas Broich
Kaarst. Die Firma Schönmackers hat angekündigt, ab sofort den Inhalt der Gelben Abfallgefäße in der Stadt Kaarst verstärkt zu überprüfen. Die falsche Befüllung von Gelben Säcken und Tonnen erschwert einen nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen. Das Entsorgungsunternehmen bittet die Bürger deshalb um Mithilfe bei Kontrolle und Mülltrennung. Von Rolf Retzlaff

Abfall ist längst kein Müll mehr, sondern mittlerweile ein wichtiger Rohstoff. Gleichzeitig trägt das Recycling von Wertstoffen zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Beispielsweise spart jedes Kilogramm Kunststoffverpackungen, das Verbraucher im Gelben Sack oder der Gelbe Tonne entsorgen, gegenüber der Müllverbrennung fast 1,3 Kilogramm CO2. „Die Frage, was alles in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne gehört, führt allerdings häufig zu Unsicherheiten – und falscher Trennung“, sagt Schönmackers-Geschäftsführer Udo Hoffmann. Nicht selten landen neben Kinderspielzeug und Essensresten sogar gebrauchte Windeln in Gelben Säcken und Tonnen. Dies führt schlimmstenfalls zum Stillstand der Sortieranlagen, mindert die Qualität der Wertstoffe oder verhindert eventuell die Verwertung.

Entsorger sammeln Leichtverpackungen im Auftrag von Systembetreibern und sind daher angehalten, die korrekte Abfalltrennung bereits vor Ort genau zu prüfen. „Falsch befüllte Gelbe Säcke und Tonnen dürfen nicht mitgenommen werden“, erklärt Hoffmann. Sie werden mit einem Hinweis versehen, der den Besitzer über die richtige Befüllung informiert und zur Nachsortierung auffordert. „Beim nächsten Abholtermin werden die Tonnen dann entsorgt – vorausgesetzt, diesmal ist alles korrekt. Wiederholt sich die Fehlbefüllung, sind wir angehalten, die Tonnen vorübergehend abzuziehen“, so der Geschäftsführer.

Befüllhinweise, was in die Gelben Säcke und Tonnen gehört und was nicht, finden Bürger

auf www.schoenmackers.de.

(Kurier-Verlag)