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Gesamtschule: CDU bevorzugt Neubau am Risges Kirchweg Christdemokraten beantragen Bürgerinformationsversanstaltung

Gesamtschule: CDU bevorzugt Neubau am Risges Kirchweg Christdemokraten beantragen Bürgerinformationsversanstaltung
Die Gesamtschule wird immer beliebter: Die CDU setzt auf einen Neubau am Riges Kirchweg. FOTO: Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de
Büttgen. Die CDU präferiert für die bauliche Qualifizierung der Gesamtschule in Büttgen einen Neubau „auf der grünen Wiese“ am Risges Kirchweg im Norden von Büttgen. Zugleich beantragen die Christdemokraten für die kommende Ratssitzung die Durchführung einer Bürgerinformationsveranstaltung vor einer abschließenden Entscheidung in dieser Frage. Von Rolf Retzlaff

„Die Frage der baulichen Qualifizierung der Gesamtschule ist von seinem finanziellen Umfang eine der größten Entscheidungen in der Geschichte der Stadt Kaarst. Sie ist daneben für die Kaarster Schullandschaft von enormer Bedeutung, da die sich im Aufbau befindliche Gesamtschule ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Schulgebäude benötigt. Wir haben uns daher in den vergangenen Wochen intensiv mit den möglichen Handlungsoptionen beschäftigt“, erklärt der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Lars Christoph.

Neben den drei am jetzigen Standort zu realisierenden Varianten – Sanierung aller bestehender Gebäude, Abriss der Hauptschule und Erhalt der Realschule, Komplettabriss aller vorhandener Gebäude und Neubau – ist auch eine vierte Variante in die Diskussion gekommen: ein Neubau „auf der grünen Wiese“ am Risges Kirchweg im Norden von Büttgen. Seitens der CDU-Fraktion wird diese Neubauvariante jetzt präferiert.

„Sowohl aus schulfachlichen als auch aus finanzwirtschaftlichen Gründen halten wir diese Variante für die beste. Der Schulbetrieb wird hierbei durch die Baumaßnahmen nicht tangiert. Zudem soll diese Variante nach Einschätzung der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auch die finanzwirtschaftlich vernünf-tigste sein. Dabei sind die zu erzielenden Verkaufserlöse bei der Verwertung des jetzigen Schulgrundstücks noch nicht mit berücksichtigt“, erklärt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Sven Ladeck.

Bevor jedoch eine abschließende Entscheidung in den städtischen Gremien getroffen wird, hält es die CDU für erforderlich, die Bürgerschaft in einer Bürgerinformationsveranstaltung über die verschiedenen Handlungsoptionen zu informieren. Hierzu hat die Union einen Antrag in die nächste Ratssitzung eingebracht, durch den die Verwaltung zur Durchführung einer derartigen Informationsveranstaltung beauftragt werden soll. „Wir möchten eine frühzeitige Einbindung der Bürger, damit die politischen Gremien in die Lage versetzt werden, die Argumente und Hinweise aus der Bürgerschaft noch in die Entschei-dungsfindung einbeziehen zu können“, erklärt der Schulausschussvorsitzende Marcel Finger (CDU). Zudem werde durch ein solches Vorgehen die Akzeptanz der dann getroffenen Entscheidung erhöht. Aus Sicht der CDU soll die Bürgerinformationsveranstaltung möglichst noch vor den Osterferien stattfinden, damit in der Ratssitzung im Mai dann die Entscheidung darüber gefällt werden kann, welche der verschiedenen Handlungsoptionen für die bauliche Qualifizierung der Gesamtschule weiterverfolgt werden soll.

„Uns ist es wichtig, dass wir nun zügig zu klaren, möglichst breit getragenen Entscheidungen kommen“, macht CDU-Chef Lars Christoph die Vorstellung seiner Fraktion deutlich.

(Kurier-Verlag)