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Kaarster Grenadiere hoffen weiter auf die Spendenbereitschaft der Bürger Schützen wollen helfen+++Sammelaktion am kommenden Sonntag

Kaarster Grenadiere hoffen weiter auf die Spendenbereitschaft der Bürger Schützen wollen helfen+++Sammelaktion am kommenden Sonntag
Bei den Kaarster Grenadieren weihnachtet es sehr: Sie sammeln Spenden für Kinderheime und Armenküchen in Rumänien sowie für die Flüchtlingshilfe Kaarst. FOTO: Foto: privat
Kaarst. Eine echte Erfolgsgeschichte: 1998 hatte Axel Thurner nach seinem Bundeswehreinsatz im ehemaligen Jugoslawien eine Spielzeugsammlung im heimischen Kaarst ins Leben gerufen – und seitdem geht diese Aktion alljährlich am zweiten Advent über die Bühne. Von Rolf Retzlaff

Damals hatte Thurner mit seinen Kameraden des Grenadierzugs „Kleine Kaarster“ die Spielzeugsammlung

gestemmt, mittlerweile engagieren sich Kaarster Grenadiere aus verschiedenen Zügen. Männer der ersten Stunde sind neben Thurner noch Daniel Stroh und Dirk Andreas. Dieses Kernteam bereitet die Spielzeugsammlung am Sonntag, 4. Dezember, vor. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr können im Pfarrzentrum St. Martinus an der Rathausstraße (gegenüber Altes Rathaus) Spenden abgegeben werden: Gut erhaltene Kleidung für Kinder und Erwachsene, Spielzeug, Hygieneartikel wie Seife Windeln und Zahnpasta sowie haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln und Konserven. Die Spenden sollten möglichst in Kartons verpackt sein.

In diesem Jahr werden die Kaarster Flüchtlingshilfe sowie Kinderheime und Armenküchen im rumänischen Piatra Neamt bedacht. Schirmherrin der Aktion ist Uschi Baum, stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Kaarst. Auch kooperieren die Kaarster Grenadiere mit der niederländischen Stiftung „Zusammen teilen“. Und so werden die Hilfsgüter von Kaarst aus noch am Tag der Spendenaktion zur zentralen Sammelstelle an der niederländischen Grenze gebracht. Von dort aus geht es nach Rumänien. Hier haben die Kaarster mit der Gemeinde St. Tereza und den Schwestern des Ordens Vincenzina Cusmano Ansprechpartner vor Ort. Sie sorgen dafür, dass die Spenden auch dorthin gelangen, wo sie dringend benötigt werden. „Dank der Hilfsbereitschaft der Kaarster Bürger können wir in jedem Jahr rund zehn Tonnen Hilfsgüter in die ärmsten Gebiete dieser Welt verschicken“, freut sich Thurner, „Hilfe, die in jedem Fall am Bestimmungsort ankommt.“

Doch jetzt hoffen die Kaarster Grenadiere erst einmal auf einen ebenso tollen Erfolg wie im vergangenen Jahr, als sie zwei 7,5-Tonner mit Spendengütern aus Kaarst beladen konnten. Die Schützen füllen die Ideale „Glaube, Sitte, Heimat“ mit Leben, haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihr Organisationstalent und Engagement zugunsten notleidender Menschen einzusetzen. Und nur die Unterstützung durch zahlreiche Kaarster Bürger macht dies möglich: „Wir haben Spender, die schon auf unsere Aktion warten und jedes Jahr dabei sind“, freut sich Thurner.

Rolf Retzlaff

(Kurier-Verlag)