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So sehen Kaarster ihre Stadt: Beim Ideenforum Innenstadt ist erneut die Bürgermeinung gefragt

So sehen Kaarster ihre Stadt: Beim Ideenforum Innenstadt ist erneut die Bürgermeinung gefragt
Bei Stadtfesten wie Kaarst Total ist auf dem Neumarkt jede Menge los, doch die Bürger wünschen sich weitere Nutzungsmöglichkeiten. Dies gilt auch für Plätze wie im Alten Dorf vor Alt St. Martin und dem Parkplatz der Kirche St. Martinus. FOTO: Fotos (2): Rolf Retzlaff
Kaarst. Kaarster Bürger sind seit einigen Monaten aufgefordert, ihre Meinung zu sagen, deutlich zu machen, was sie in der Innenstadt vermissen, wo sie Handlungsbedarf sehen: Im Rahmen des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes (IEHK) für die Innenstadt von Kaarst wird am Dienstag, 30. August, ab 18 Uhr zum Ideenforum in der Rathausgalerie eingeladen. Von Rolf Retzlaff

Hier werden die ersten Ergebnisse vorgestellt und weitere Bürgermeinungen erfragt. "Das klassische Gemecker kam bisher so gut wie gar nicht vor, die Kaarster sind sehr konstruktiv", weiß Alfred Körbel vom von der Stadt beauftragten Stadtplanungsbüro "plan lokal". Mithilfe von Internet, Bürgerforum und Stadtspaziergängen mit Bürgern kamen rund 350 Ideen für die Gestaltung der Innenstadt zusammen. "Unser Vorteil: Wir müssen kaum Missstände beseitigen, wir streben rechtzeitig eine Anpassung an die zukünftigen Anforderungen an, um die Innenstadt für die Bürger noch attraktiver zu gestalten", macht Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus deutlich. Das sieht auch die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart so: "Noch haben wir ein hohes Zufriedenheitspotenzial." Es gebe keine Angsträume, kaum Verwahrlosung von Plätzen, kaum Leerstand bei den Geschäftslokalen. "Und dennoch müssen wir das Heft des Handelns in die Hand nehmen, um unsere Zukunft zu gestalten", so Nienhaus.

Aber natürlich herrscht nicht überall satte Zufriedenheit, wenn es um die Innenstadt geht. So bemängelten Bürger die Aufenthaltsqualität auf dem Kirchenvorplatz von Alt St. Martin. Zudem solle auf diesem Platz ebenso wie auf dem Rathausvorplatz und im Stadtpark mehr Programm geboten werden. Und auch der Parkplatz an der Kirche St. Martinus könne attraktiver genutzt werden. In die Jahre gekommen ist das Maubiszentrum. Hier müsse eine zeitgemäße Gestaltung angestrebt werden. Sehr beliebt hingegen ist die Grüne Achse vom Rathaus bis zu Alt St. Martin – aber leider ist der Grünzug nicht durchgehend zu nutzen.

Kleinere und größere Kritikpunkte, die alle aufgenommen wurden und jetzt weiter gemeinsam mit den Bürgern diskutiert werden sollen: Beim Ideenforum am 30. August in der Rathausgalerie ist Mitreden und Mitmachen ausdrücklich erlaubt. Und auch beim Stadtfest Kaarst Total sollen am 4. September ab 11 Uhr am Informationsstand vor dem Rathaus Bürgermeinungen gesammelt werden und private Immobilieneigentümer zum Mitmachen animiert werden.

Für bestimmte Stadtverschönerungsmaßnahmen locken Fördergelder bis zu 60 Prozent – auch für die Stadt: "Bis September 2017 müssen wir unsere Anträge bei der Bezirksregierung abgegeben haben, um in die Förderphase 2018 zu kommen", so Burkhart. Zuvor ist die Politik am Zug, muss über das IEHK entscheiden.

Rolf Retzlaff

Weitere Informationen zum Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept für die Innenstadt von Kaarst finden Sie in der von der Stadt herausgegebenen Projektzeitung, die heute dieser Ausgabe des Kaarster Stadtspiegels beiliegt.

(Kurier-Verlag)