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SPD hat Flüchtlingskinder an Kaarster Schulen im Blick

SPD hat Flüchtlingskinder an Kaarster Schulen im Blick
Flüchtlingskinder und Schüler der Elisabeth-Selbert-Realschule hatten im vergangenen Jahr das Programm zum Tag der Deutschen Einheit im Kaarster Rathaus mitgestaltet. Jetzt will die SPD genau wissen, wie die Situation von Flüchtlingen an Kaarster Schulen ist. FOTO: Archivfoto: Rolf Retzlaff
Kaarst. Der erste Weg zu Integration ist Bildung. Daher nimmt die Kaarster SPD erneut die Flüchtlingskinder und deren Möglichkeiten in den Schulen in den Blick. Von Rolf Retzlaff

"Es ist Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen, um erkennen zu können, welche Unterstützung die Schulen durch den Schulträger benötigen," so Hildegard Kuhlmeier, schulpolitische Sprecherin der SPD, "der Zuzug von Flüchtlingsfamilien wird anhalten, daher müssen wir frühzeitig die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Kinder ausreichend Plätze in Klassen vorfinden mit der bestmöglichen Förderung. Mit übervollen Klassen ist niemandem gedient." Die SPD will daher genau wissen, wie die Situation vor Ort ist und wird deshalb zum nächsten Schulausschuss beantragen, dass die Schulleiter über ihre bisherigen Erfahrungen berichten, insbesondere zum Thema Sprachförderung und Integrationsarbeit. "Wir müssen aber auch wissen, wie zum Beispiel die Raumsituation ist, ob hinreichend Personal vorhanden ist, wie die Situation im Ganztag ist und vieles mehr," erklärt Wolfgang Reuter, "wir erwarten zudem, dass die Angebote, die von Bund und Land zur Unterstützung der Kommunen vorhanden sind, genutzt werden. Diejenigen, die als Flüchtlinge bei uns leben, haben aufgrund ihrer individuellen Geschichten und Erlebnisse sehr unterschiedliche Hilfs- und Betreuungsbedarfe. Besonders hart getroffen sind immer die Kinder und Jugendlichen, die demgemäß auch einer besonderen Betreuung bedürfen."

Die SPD-Ratsfraktion hatte bereits im vergangenen Jahr bei der Verwaltung nachgefragt, wie viele Flüchtlingskinder in den Schulen und Kitas sind und welche besonderen Betreuungsangebote schon vorhanden sind. Wie derzeit aus den Schulen zu hören ist, sind die Klassen voll belegt.

(Kurier-Verlag)