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Sporthalle Halestraße wird als Notunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet

Kaarst. Der Druck zur Unterbringung von zugewiesenen Flüchtlingen zur Vermeidung von Obdachlosigkeit hält unvermindert an. Trotz vieler weiterer Maßnahmen sieht sich die Verwaltung gezwungen, eine weitere Sporthalle zur Notunterkunft umzubauen. 

Der weiter anhaltende Engpass an normalen Unterkünften stellt die Stadt Kaarst vor die nächste Herausforderung. Zur kurzfristigen Unterbringung weiterer Flüchtlinge wird seit gestern, Dienstag, 17. November, die Sporthalle Halestraße / Neusser Straße als Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet.

Hier sollen in den nächsten Tagen Menschen untergebracht werden, die Kaarst zugewiesen werden und für die in den bisher bestehenden Notunterkünften kein Platz mehr vorhanden ist. Weiterhin ist eine dezentrale Unterbringung in städtischen Flüchtlingsunterkünften oder in von privat angemieteten Wohnungen in der Kürze der gegebenen Zeit im erforderlichen Umfang nicht möglich. Parallel dazu arbeitet die Stadtverwaltung mit hohem Aufwand daran, geeignete Gewerbeobjekte in Notunterkünfte umzubauen. 

Die handelnden Personen hätten sich eine andere Nutzung der Sporthallen gewünscht. Es ist jedoch keine andere geeignete Unterbringungsmöglichkeit für die betroffenen Menschen verfügbar. "Einschränkungen für den Sport, der auch einen großen und aktiven Part in der wichtigen ehrenamtlichen Tätigkeit und Integrationsarbeit für Flüchtlinge ausmacht, sollen möglichst schnell wieder aufgehoben werden", so die Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus. "Es fehlen aber immer noch kurzfristige Alternativen." 

Wie auch bei den beiden anderen Sporthallen bittet die Stadt um Verständnis, dass zum Schutze der Privatsphäre der dort behelfsweise untergebrachten Personen kein unkontrollierter Zugang in die Sporthalle erfolgen kann. Anwohner und die benachbarte Schule werden parallel zu dieser Mitteilung durch die Verwaltung auch direkt informiert.