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St. Martin zieht durch alle Ortsteile – wer hat in Kaarst die schönste Fackel?

Kaarst. Alljährlich engagieren sich Ehrenamtler aufopferungsvoll für die Organisation und Durchführung der Martinszüge. Da schlug die Nachricht, der Innenminister wolle den Polizeischutz für diese Veranstaltungen streichen, wie eine Bombe ein. Doch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Chef der Kreispolizeibehörde, beruhigt: „Das ist im Rhein-Kreis nicht vorgesehen!“ Aufatmen bei den Martinsvereinen, wie zum Beispiel in Kaarst. Denn hier will der Vorstand mit neuen Aktionen richtig durchstarten. Von Rolf Retzlaff

„Der Rhein-Kreis Neuss ist bekannt für seine traditionellen Feste und die Pflege des Brauchtums. Das unterstütze ich, wo es nur möglich ist. Die Martinsumzüge gehören zu unserem Kreis und ich weiß St. Martin und die mit ihm ziehenden Kinder gut beschützt, wenn unsere Polizisten für die Sicherheit der Teilnehmer sorgen. Dies wird auch so bleiben“, verspricht Petrauschke. Schon bisher sei bei dem Einsatz der Polizei darauf geachtet worden, dass soweit möglich die Veranstalter und die örtlichen Ordnungsbehörden die Begleitung stellen. Wenn es aber die Verkehrssicherheit erfordere, werde auch die Polizei tätig. Damit sind die Martinszüge in den Kaarster Stadtteilen vorerst gesichert – bis zum nächsten Sparversuch aus dem Ministerium...

Erleichterung unter anderem beim Martinsverein Kaarst, der gerade in diesem Jahr zum ersten Mal zu einem Laternenwettbewerb aufruft. Die rund 920 Kinder der Kaarster Grundschulen können in der Zeit vom 20. Oktober bis 5. November Fotos ihrer Laternen per E-Mail an martinsverein@

t-online senden. Bitte Name, Anschrift, Schule, Klasse und Telefonnummer nicht vergessen! Die Einsendungen werden nach und nach auf der Website martinsverein.tumblr.com und auf der Facebookseite des Martinsvereins zu sehen sein. In der zweiten Phase vom 6. bis 9. November, 18 Uhr, können alle Bürger unter martinsverein.

tumblr.com abstimmen, welches Laternenbild ihnen am besten gefällt. In den Klassen 1 bis 4 werden jeweils vier erste Plätze vergeben. Die Gewinner dürfen sich auf prall gefüllte Martinstüten freuen, zur Verfügung gestellt von Rewe Röttcher. Außerdem stehen an den Kassen des Frischemarktes an der Neusser Straße Spendendosen für diejenigen bereit, die das schöne Brauchtum des Martinsfestes mit ein wenig Kleingeld unterstützen möchten. Auch dies ist eine Idee des neuen Vorstands des Martinsvereins, der 2007 aus dem Reihen der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kaarst gegründet wurde und bis heute von Schützen geführt wird.

(Kurier-Verlag)