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Tatverdächtiges Trio nach Taschendiebstahl dank aufmerksamer Zeugen gestellt

Tatverdächtiges Trio nach Taschendiebstahl dank aufmerksamer Zeugen gestellt
FOTO: Thomas Broich
Kaarst. Am Mittwoch, gegen 13.20 Uhr, beobachteten aufmerksame Autofahrer an der Einmündung Neusser Straße/Maubisstraße einen Diebstahl. Zwei bis dato unbekannte Männer waren einer Seniorin gefolgt, die mit ihrem Rollator unterwegs war. Als die 90-Jährige an der roten Ampel warten musste, rempelte das Duo die ältere Frau an.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand gelang es einem der Tatverdächtigen, verdeckt und getarnt mit einer Zeitung, der Seniorin die Geldbörse aus der Jackentasche zu fingern. Anschließend stieg das verdächtige Duo in einen Opel Corsa mit Viersener Städtekennung (VIE). Der Fahrer des Wagens hatte offensichtlich auf der Mittelstraße auf seine beiden Komplizen gewartet.

Die Zeugen machten das Opfer, das von dem eigentlichen Diebstahl nichts mitbekommen hatte, auf den Vorfall aufmerksam. Gleichzeitig informierten sie richtigerweise die Polizei. Polizeibeamte konnten den Kleinwagen und damit die vermeintlichen Taschendiebe kurz darauf stellen. Die 29, 34 und 46 Jahre alten Männer, die aus Südosteuropa stammen, wurden vorläufig festgenommen. Im Opel stellten die Ordnungshüter zudem mehrere Zigarettenschachteln sicher, die das Trio vermutlich noch vor dem Taschendiebstahl in einem Supermarkt an der Neusser Straße hatte mitgehen lassen.

Die drei Tatverdächtigen streiten in ihren Vernehmungen die Vorwürfe ab. Die Ermittlungen der Kaarster Kripo dauern an. Dieser Sachverhalt zeigt, wie wichtig aufmerksame Passanten sein können. Die Polizei geht mit zivilen und uniformierten Streifen gegen Straftaten vor - doch sie kann nicht überall sein. Das umsichtige Verhalten der Autofahrer und der sofortige Anruf bei der Polizei hat in diesem Fall die Festnahme des verdächtigen Trios und weitere Ermittlungen ermöglicht. Die Polizei ruft daher weiterhin dazu auf, bei verdächtigen Beobachtungen sofort den Notruf (110) zu wählen und das Geschehen so genau wie möglich zu schildern. Niemand muss sich hierbei selbst in Gefahr bringen.