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Trotz Zug-Absage: Hunderte Narren feierten Rosenmontag

Narren feiern Rosenmontag - auch ohne Zug!
Narren feiern Rosenmontag - auch ohne Zug! FOTO: Rolf Retzlaff
Büttgen. Hunderte Jecken trotzten dem Wetter: Obwohl der Rosenmontagszug bereits am Vormittag abgesagt wurde, trafen sich zahlreiche Karnevalisten auf der Driescher Straße und dem Rathausplatz. Von Rolf Retzlaff

Das Büttgener Schützenkönigspaar Josef und Beate Hoster sorgte mit seinen Ministern und Blumenkindern für einen Mini-Zug vom S-Bahnhof zum Altenheim. "Wir wollten die alten Leute auf jeden Fall besuchen", so die Majestäten. Der kleinen Prozession hatte sich Jungschützenkönig Sven Ladeck mit Gefolge angeschlossen. Im Altenheim St. Aldegunids wurde dann kräftig gefeiert. Auch hatten sich mehr als einhundert Jugendliche an der Driescher Straße zum Partymachen getroffen. Die Crash Eagles wollten mit rund 60 Jecken mitziehen – nach der Absage war jecke Stimmung auf dem Rathausplatz angesagt.

Die Band "JBM" um Kantor Wolfgang Weber, die eigentlich auf dem ersten Zugwagen für Livemusik sorgen wollte, hatte ihr Konzert spontan ins Haus Broicherdorf verlegt.

Man merkt: Die Narren wollten unbedingt feiern. Die schlechte Nachricht: "Der Zug wird auf keinen Fall in diesem Jahr nachgeholt", so Peter Duksch, stellvertretender Vorsitzender der Büttgener Karnevalsgesellschaft "5 Aape", die für die Organisation des Rosenmontagszuges verantwortlich zeichnet. "Wir wären gerne gezogen, haben vorgeschlagen, bis 14 Uhr mit der Entscheidung zu warten. Doch die Sicherheitsbehörden waren anderer Meinung", so Duksch.

Auf die "5 Aaape" kommt jetzt reichlich Arbeit zu: Die Kamelle werden gespendet, auch sollen die enttäuschten Teilnehmer ihre Anmeldegebühr rückerstattet bekommen. Wieviel Geld die "Aape" für den Sicherheitsdienst und die Musik hinlegen müssen, steht noch nicht fest.

(Kurier-Verlag)