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Unwetter in Kaarst: Feuerwehr im Dauereinsatz

Unwetter in Kaarst: Feuerwehr im Dauereinsatz
FOTO: Rolf Retzlaff
Kaarst. Am gestrigen Donnerstag zog das Unwetter auch über Kaarst: Die Feuerwehr befand sich im Dauereinsatz. Von Redaktion

Die erste Alarmierung kam gegen 17.30 Uhr am Donnerstagabend, der längste Einsatz war erst in den frühen Morgenstunden beendet: Starkregen, Gewitter und Sturmböen sorgten im Kaarster Stadtgebiet in den Abendstunden des 15. Juni für überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und Tiefgaragen. "Wir hatten 35 Kräfte im Einsatz, dazu kam noch die Hilfeleistung durch das THW", berichtet Feuerwehr-Chef Andreas Kalla von einem anstrengenden Abend und einer langen Nacht.

Besonders schlimm hatte es den Windvogt erwischt: Drei Tiefgaragen waren dort vollgelaufen, erst gegen 2 Uhr am Freitagmorgen konnte der Einsatz beendet werden. 50 mal wurde die Feuerwehr insgesamt alarmiert, "bei rund der Hälfte aller Alarmierungen sind wir tatsächlich im Einsatz gewesen", sagt Kalla.

Am Stadtpark musste ein umgestürzter Baum von drei Pkw entfernt werden, in Holzbüttgen lief eine Baugrube voll Wasser, und an der Neusser Straße musste der Einsatztrupp das Rätsel des verschwundenen Wassers lösen: "Dort stand ein Garten komplett unter Wasser. Binnen weniger Augenblicke ist dann das Wasser versickert – als ob ein Stöpsel gezogen worden wäre. Wir haben schließlich unter dem Haus eine überbaute Jauchegrube des alten Bauernhofs gefunden. Die Last des Wassers hatte die Grube geöffnet, die dann wie ein Becken vollgelaufen ist", sagt Kalla.

Verletzt wurde durch das Unwetter nach ersten Erkenntnissen niemand.