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Vorstände des Fünfer-Bündnisses stehen geschlossen hinter Gaumitz

Vorstände des Fünfer-Bündnisses stehen geschlossen hinter Gaumitz
Christian Gaumitz – hier mit seiner Grünen-Kollegin Claude Koeppe – ist seit 1999 im Rat der Stadt Kaarst aktiv; jetzt will er Bürgermeister werden. FOTO: Foto: Rolf Retzlaff
Kaarst. Das hat es in Kaarst noch nie gegeben: Mit Christian Gaumitz (Grüne) präsentieren SPD, Grüne, FDP, Zentrum und UWG einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten. Die Spatzen pfiffen es schon seit Wochen von den Dächern, am Freitag ließ das Fünfer-Bündnis dann offiziell die Katze aus dem Sack. Von Rolf Retzlaff

Viele Politiker sprechen von einer „historischen Chance“: Von der Nachkriegszeit bis heute war Kaarst eine christdemokratische Hochburg; dementsprechend stellte die CDU stets den Bürgermeister. Doch seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr haben sich die Machtverhältnisse geändert: Das Fünfer-Bündnis verfügt im Stadtrat über eine Stimmenmehrheit. Damit hat dieser Zusammenschluss die Möglichkeit zur Gestaltung, kann die Zukunft unserer Stadt deutlich mitbestimmen. Und das soll jetzt mit dem gemeinsamen Kandidaten fortgesetzt werden. „Er hat mit seinem hohem Engagement und durch seine langjährige Erfahrung als Kaarster Kommunalpolitiker umfangreiches Wissen um die kommunalpolitischen Themen in Kaarst und ist dank seiner guten Verbindungen in die Verwaltung der Stadt Kaarst sowie einer sehr guten Vernetzung in Gremien des Rhein-Kreises Neuss, des Regionalrates und des Landtags aus Sicht der Parteigremien der Parteien SPD, Grüne, FDP, Zentrum und UWG der beste Kandidat zum Wohle der Stadt Kaarst“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bündnisses. Gaumitz geht als absoluter Kaarst-Kenner ins Rennen. Seit 1999 gehört er dem Stadtrat an, ist Vorsitzender des Planungs- und Verkehrsausschusses. Der 35-jährige Jurist ist zurzeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landtagfraktion der Grünen NRW (Aufgabengebiete: Umwelt und Verbraucherschutz, Planung und Bauen) tätig.

Die Kaarster Sozialdemokraten hatten bis zuletzt mehrere interne und externe Kandidaten interviewt und schließlich entschieden, Gaumitz’ Kandidatur zu unterstützen. „Für uns war es wichtig zu erkennen, dass trotz kompetenter Kandidaten aus den eigenen Reihen die Geschlossenheit im Fünfer-Bündnis und der gemeinsame Wille zum Sieg letztlich für uns entscheidend war“, so der SPD-Parteivorsitzende Kocay Ekici. Die FDP spreche sich für Gaumitz aus, weil er „mit seiner Erfahrung aus seinem bisherigen kommunalpolitischen Engagement im Rat der Stadt Kaarst und seinem Wissen als Jurist eine sehr gute Grundlage zur Ausübung dieser wichtigen Aufgabe in dieser Stadt mitbringt. Er hat gezeigt, dass er sich für die Bürger in dieser Stadt einsetzen will. Das ist die Grundlage für unser Votum zu Gunsten von Christian Gaumitz“, macht der FDP-Vorsitzende Dr. Heinrich Thywissen deutlich.

Der Vorstand der UWG hat einstimmig für Christian Gaumitz votiert. Anja Rüdiger, Vorsitzende der UWG: „Mit einem jungen und doch erfahrenen Kommunalpolitiker kann Kaarst mit Sicherheit weiter voran gebracht werden.“

Und auch die Kaarster Zentrumspartei spricht sich für Gaumitz aus. „Mit seiner Erfahrung aus seinem bisherigen kommunalpolitischen Engagement im Rat der Stadt Kaarst, den Ausschüssen, Arbeitskreisen seinen juristischen Wissen und seiner Neutralität, halten wir ihn für den richtigen Kandidaten. Er hat über Jahre bewiesen, dass er sich für die Bürger in dieser Stadt einsetzt“, sagt Josef Karis, Vorsitzender der Kaarster Zentrumspartei.

Die Kaarster Grünen bereiten sich auf einen spannenden „Spagat zwischen Fraktionsarbeit und Bürgermeister-Wahlkampf“ vor, sagt Wilbert Schröder, Sprecher des Stadtverbands der Grünen.

Und was meint Gaumtiz selbst zu seiner bevorstehenden Nominierung? „Ich freue mich über die Wertschätzung aller Parteien im Fünfer-Bündnis und den Glauben in meine Person. Ich bin bereit für einen engagierten und sachlichen Wahlkampf, um das Beste für die Bürger unserer Stadt zu erreichen“.

(Kurier-Verlag)