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„Muss das sein?“ – Die unendliche Geschichte

„Muss das sein?“ – Die unendliche Geschichte
FOTO: Thomas Broich
Neuss/Kaarst. Liebe Leser, melden Sie uns Dreckecken in der Stadt und andere Orte, an denen offensichtliche Missstände herrschen. In der Rubrik "Muss das sein?" stellen wir diese vor. Von Thomas Broich

"Muss das sein?" ist eine unendliche Geschichte. Offensichtlich kennt jeder Leser mindestens eine kritische Stelle in der Stadt, über die er sich dringend einmal beschweren möchte. Sei es Müll, sei es die Verkehrssituation – Verbesserungsvorschläge gibt es zuhauf.

Hartmut Witte zum Beispiel betrachtet mit Sorge das wachsende Lkw-Aufkommen in der Gegend des Reuschenberger Südparkes, besonders entlang der Jakob-Koch-Straße. "Was haben schwere Lkw überhaupt in einer 30er Zone zu suchen?", fragt sich der Anwohner. "Die schweren Sattelschlepper stehen auf den Parkplätzen, die eigentlich für die Anwohner und für die Besucher des Südparkes und des Reuschenberger Sees gedacht sind. Ich kann mir schon vorstellen dass es schwer ist, für so einen Laster einen Abstellplatz zu finden, aber dort zu parken ist keine Lösung, da kommt es sogar zu Verkehrsgefährdungen. Die Straße ist ohnehin schon sehr schmal. Darüber hinaus nehmen sie Pkw-Fahrern auch noch die Sicht. Auch auf dem Parkplatz der Eishalle und des Schwimmbades stehen die Laster, dabei sind diese ausdrücklich nur für Pkw bestimmt."

Auch das Thema illegale Graffitis lässt die Neusser nicht los. Im Schatten der Quirinus-Basilika haben Sprayer die historische Stadtmauer verschandelt und sorgen damit für Kopfschütteln. Nachdem es der Initiative eines Muss-das-sein-Lesers zu verdanken war, dass rassistische Graffitis an zwei Stellen im Stadtgebiet entfernt wurden, gibt es diesbezüglich eine neue Meldung. Daniela Flammer: "Auf dem Spielplatz an der Daimlerstraße gibt es Schmierereien am Klettergerüst. Hier möchte ich mein vierjähriges Kind nicht mehr klettern lassen. Mit Hakenkreuzen und einem abspritzenden Penis soll er nicht konfrontiert werden!"

Felix Lüken: "Wir sind eine kleine Truppe, die regelmäßig auf dem Rennbahngelände Beachvolleyball spielt. Leider sind sowohl das Feld als auch die umliegenden Grünflächen zunehmend vermüllt. Eine der Ursachen des Müllproblems scheinen die viel zu kleinen und nicht abgedeckten Mülltonnen zu sein. Da die Grünflächen bei gutem Wetter auch zum Picknicken einladen, sind die Mülltonnen schnell überfüllt und der ,überschüssige' Müll wird neben die Tonnen gelegt und durch Wind verweht. Durch die fehlenden Abdeckungen dürften auch Krähen zu einer weiteren Ausbreitung des Mülls beitragen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich dem Müllproblem annehmen würden, damit das Rennbahngelände mit seinen tollen Freizeitmöglichkeiten attraktiv bleibt oder wieder wird!"

Ralf Crump: "Ich finde es unverschämt, dass die öffentliche Toilette am Berliner Platz Pfingstmontag geschlossen war. In 364 Tagen im Jahr ist die Toilette für die Alkoholtrinkenden Gruppierungen geöffnet. Wenn ein ganzes Schützenregiment am Berliner Platz Pfingstmontag Aufstellung hat, sind alle Toiletten verschlossen. Das ist von der Stadt so nicht in Ordnung!"

(Kurier-Verlag)
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