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„Muss das sein?“ – Immer mehr Leser weisen auf Dreckecken hin

„Muss das sein?“ – Immer mehr Leser weisen auf Dreckecken hin
Besch... eidene Situation am Hauptbahnhof. Tauben und ihre Hinterlassenschaften stören die Passanten. FOTO: Foto: Thomas Broich
Neuss. Liebe Leser, melden Sie uns Dreckecken in der Stadt und andere Orte, an denen offensichtliche Missstände herrschen. In der Rubrik „Muss das sein?“ stellen wir diese vor. Von Thomas Broich

Gleich zweimal bekamen wir Hinweise auf den Zustand des „Tores zur Nordstadt“ (Unterführung am Hauptbahnhof).

Gabriele Gerth

schreibt: „Schön, dass man sich entschlossen hat, das defekte Leuchtband in der Unterführung wieder zu sanieren. Auf alle Fälle kann sich die Taubenpopulation dann bei Licht weiter entwickeln und die Unterführung verschmutzen. Hier tut die Stadt leider nichts, verweist vielmehr auf die hohen Kosten. Gereinigt wird hier auch nicht ordentlich. Es ist beschämend.“

Leser

Yasar Morali

fügt hinzu: „Die Bushaltestellen unter den Bahnbrücken am Hauptbahnhof sind mit Taubenkot verdreckt. Wenn man an den erwähnten Haltestellen auf den Bus wartet, muss man damit rechnen, dass man den Taubenkot von oben abbekommen kann. Anstatt die Stellen unter den Bahnbrücken mit kostspieligen farbigen Neonlichtern zu beleuchten, sollte man mit wenigem Aufwand dafür sorgen, dass da unter den Bahnbrücken den Tauben die Möglichkeit sich dort zu behausen und sich aufzuhalten weggenommen wird. Irgendwie können Unterseiten der Brücken mit Brettern zugemacht werden, so dass die Tauben dort keinen Platz finden. Ich glaube, als Fahrgäste und Neusser haben wir gegenüber den Stadtwerken Neuss und der Stadt Neuss ein Recht darauf, dass wir an diesen Bushaltestellen von oben nicht beschissen werden!“

Rolf Buttler

hat in Erfttal an der Harffer Straße ein anderes Problem: „Ich habe mich Ende November 2014 telefonisch beim Grünflächenamt gemeldet mit der Bitte, die Grünfläche zwischen unserem Haus Nummer 31 und dem Haus Nummer 37 zu säubern. Mittlerweile liegt alles Mögliche in diesem Grünstreifen: Müll, leere Flaschen und Altreifen. Ich bekam als Antwort, dass nicht das Grünflächenamt sondern die AWL dafür zuständig sei. Ich rief daraufhin bei der AWL an und schilderte wieder einmal meinen Wunsch. Es wurde alles aufgenommen. Nach 14 Tagen meldete ich mich wieder bei der AWL, es kam dann ganz beiläufig heraus, dass nicht die AWL das Problem löste, sondern das Grünflächenamt. Man erklärte mir, dass die AWL alle Sachen entgegennimmt und diese dann weiterleitet an die zuständigen Abteilungen. Dieses hat er auch am nächsten Tag per Mail getan. Die Meldung wurde am 18. Dezember 2014 an das Grünflächenamt geschickt. Bis heute liegt der Unrat immer noch. Ich finde es eine bodenlose Frechheit, wie die Stadt mit ihren Bürgern umgeht. Anstatt dankbar für Hinweise zu sein, wird man als doof hingestellt.“

In der Innenstadt ist wieder einmal eines der Wasserspiele auf dem Markt Vandalen zum Opfer gefallen. Das – eigentlich sehr stabile – Wasserspielzeug, das spektakuläre Wirbel erzeugen konnte und das Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Freude bereitete, wurde brutal zerstört – „Muss das sein?“

Wenn auch Sie, liebe Leser, eine Dreckecke kennen, die in unserer Rubrik „Muss das sein?“ aufgedeckt werden soll, dann machen Sie ein Foto davon und schicken es uns per E-Mail an redaktion@stadt-kurier.de. Die schlimmsten Schandflecke zeigen wir im Stadt-Kurier und im Internet unter

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