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„Neuss steht für Frieden“ ruft auf zum ersten Neusser Ostermarsch

„Neuss steht für Frieden“ ruft auf zum ersten Neusser Ostermarsch
Das Kernteam von „Neuss steht für Frieden“. Wer die Gruppe personell und mit frischen Ideen bereichern will, kann sich jederzeit über Facebook melden. Von links nach rechts: Marc Bienefeld, René Schulz, Claudia Salewski, Rolf Rath und Sebastian Wiedenbusch. FOTO: Foto: Frau Ulli Fotografie
Neuss. „Neuss steht für Frieden“ ist eine lose Gruppe von Bürgern, die sich in Neuss für eine friedlichere Welt einsetzen. Mit Aufklebern, Flugblättern oder mit Sprühkreide-Graffiti auf dem Gehweg sowie auf Facebook machte sie auf sich aufmerksam. Nun lädt sie zum ersten Neusser Ostermarsch ein. Von Thomas Broich

Die Gruppe um Marc Bienefeld, René Schulz, Claudia Salewski, Rolf Rath und Sebastian Wiedenbusch lädt für den kommenden Samstag, 26. März, zum ersten Neusser Ostermarsch ein. Treffpunkt ist um 12.30 Uhr vor dem Neusser Rathaus. Dort gibt es erst einmal eine interaktive Fotosession, bevor die Teilnehmer gegen 13 Uhr zum Neusser Hauptbahnhof ziehen. Dann geht es mit der Bahn nach Düsseldorf, wo man sich gegen 14 Uhr vor dem DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße dem Düsseldorfer Ostermarsch anschließt. Anschließend geht es gemeinsam mit „Neuss steht für Frieden“ ins „Second Home“, Further Straße 49, zur „After Ostermarsch-Party“ ab 20 Uhr mit Heavy Metal, Hip Hop, Punk, Folk und vielem mehr.

„Neuss steht für Frieden“ plädiert dafür, Rüstungsexporte zu stoppen, Atomwaffen zu ächten und zivile Lösungen zu schaffen.

Aktuell sind es fünf Kernmitglieder, die „Neuss steht für Frieden“ (NESFF) ausmachen. Die kleine Gruppe ist noch jung und auch ihre Ziele sind noch nicht genau ausgearbeitet. Einig sind die Neusser sich jedoch darin, dass sie etwas auf die Beine stellen möchten, nicht länger nur passiv zusehen wollen. „Jeder, der gegen militärische Interventionen, Waffenhandel und Terrorismus, gegen Atomwaffen und Krieg einsteht, ist uns herzlich willkommen“, lädt das Bündnis ein. Auch wenn sie keine Dachorganisation haben, der sie angehören, wollen die NESFFler nach allen Seiten offen bleiben – wobei Rechtsextremisten und Neonazis natürlich ausgeschlossen bleiben.

Insbesondere die Ostermärsche haben es ihnen angetan, werden oft als positives Beispiel für Friedensaktionen herangezogen. „Wir wollen friedensstiftend und völkerverbindend wirken“, ist das erklärte Ziel. Dabei will man gern bereits etablierte Friedensinitiativen – etwa von Seiten der Kirchengemeinden oder anderer Organisationen – unterstützen, aber unabhängig bleiben. NESFF ist überparteilich und überkonfessionell, vertritt weltanschauliche Vielfalt und versteht sich als außerparlamentarische Sammlungsbewegung. Derzeit ist die Gruppe auf der Suche nach neuen Mitgliedern und frischem Input.

Interessenten können sich jederzeit über Facebook melden oder den Stammtisch im Hamtorkrug besuchen, der jeden ersten Donnerstagabend im Monat stattfindet.

(Kurier-Verlag)