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Riesiger Ansturm auf Typisierungsaktion
Alle wollten Bennett helfen

Alle wollten Bennett helfen
FOTO: Violetta Buciak
Neuss/Nievenheim. Was für eine Resonanz! 2.346 Menschen haben sich gestern dafür entschieden, Bennett helfen zu wollen. Sie haben sich typisieren lassen - in der Hoffnung dem zweijährigen Jungen, der an Blutkrebs erkrankt ist, das Leben retten zu können. Ein Hoffnungsschimmer für alle Menschen, die unter der tükischen Krankheit leiden.Denn auch für sie ist mit dem gestrigen Tag die Chance gestiegen, einen geeigneten Stammzellenspender zu finden.  "Dafür, dass wir Sommerferien haben, ist das ein sensationelles Ergebnis", freut sich Bettina Steinbauer von der DKMS. Von Violetta Buciak

Rund 80 ehrenamtliche Helfer haben dafür gesorgt, dass niemand lange warten musste. Statt der Stäbchenprobe setzte die DKMS auf Blutabnahme. "Das geht schneller, denn bei der Stäbchenprobe muss der Abstrich erstmal drei Minuten trocknen. Zudem ist die Verwechslungsgefahr hierbei größer. Wichtigster Punkt ist aber, dass ausgeschlossen werden kann, dass der potentielle Spender eine Nadelphobie hat. Es ist frustrierend, wenn jemand abspringt, weil er Angst vor dem Eingriff hat", sagt Steinbauer. 

Begleitet wurde die Typisierungsaktion von einem tollen Programm mit Hüpfburg, Ponyreiten, Tombola und Co. Jetzt hoffen alle, dass für Bennett ein passender Spender gefunden wird. "Die Auswertung der Proben dauert circa vier Wochen", weiß Steinbauer.