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Verwaltung soll angemessene Standorte und Kosten prüfen
Auslauf für Vierbeiner: Politik kämpft mit für Freilaufflächen

Auslauf für Vierbeiner: Politik kämpft mit für Freilaufflächen
Über fünf Meter lang ist die Unterschriftenliste der Hundehalter aus dem Neusser Süden. Sie fordern eine Freilauffläche für die Vierbeiner in Allerheiligen. FOTO: Hanna Loll
Allerheiligen/Rosellen. Holger und Ines Kronenthal leben mit Hund Kimba in Allerheiligen – ihr Problem: "Dem Hund fehlt es an Auslauf!" Das sehen viele andere Hundebesitzer ebenso. Eine Unterschriftenaktion soll den Vierbeinern jetzt helfen... Von Hanna Loll

In nur anderthalb Wochen sammelten die Kronenthals mit ihrem Helferteam, unter anderem Silvia Olawaye, Nicole Schwalenberg und Corinna Ritterbach, Unterschriften. Dabei kamen 321 Unterschriften auf einer über fünf Meter langen Liste zusammen, die das Ehepaar am Mittwoch beim Bezirksausschuss Rosellen an die Politik übergab. Das Gremium hatte die Freilaufflächen in seiner Sitzung auf Antrag von SPD-Stadtverordnetem Ralph-Erich Hildebrandt zum Thema gemacht. Zu Beginn seiner Initiative hatte Holger Kronenthal die Idee, drei Abschnitte öffentlicher Wiesenflächen zwischen Neuenberger und Altebrücker Straße auf ihre Eignung prüfen zu lassen (wir berichteten: http://www.stadt-kurier.de/neuss/zu-wenig-hundefreilaufflaechen-in-neuss-aid-1.6831250). "Hier müsste einfach nur ein Schild aufgestellt werden, das die Fläche als Freilauffläche ausweist und Hundehalter auf ihre Haftungspflicht hinweist, und alle zwei Wochen müsste gemäht werden, um das Verletzungsrisiko für die Tiere zu minimieren", erklärte der Hundeliebhaber.

Viele Allerheiligener Hundebesitzer um Holger und Ines Kronenthal (Mitte, kniend) kämpfen für eine Freilauffläche im Ort. FOTO: Hanna Loll

Ebenso wie die Lokalpolitiker im Bezirksausschuss stellt sich auch die Stadtverwaltung dem Bürgerwunsch nicht in den Weg. So versicherte Gottfried Dorschner, Amtsleiter für Rats- und Bezirksangelegenheiten: "Der Wunsch nach Freilaufflächen im gesamten Stadtgebiet ist vielfältig, das haben wir aufgegriffen. Als nächstes werden wir eine konzeptionelle Prüfung geeigneter Flächen durchführen. Dabei müssen viele Aspekte wie Kosten, Bedürfnisse und Gestaltung bedacht werden und ein gesamtstädtischer Plan aufgestellt werden. Da sollen auch Allerheiligen und Rosellen berücksichtigt werden – dass hier Bedarf herrscht, ist eindeutig." Der ursprüngliche Antrag, die Verwaltung mit der Prüfung der vorgeschlagenen Flächen auf ihre Eignung zur Hundefreilauffläche zu beauftragen, wurde auf den Vorschlag des stellvertretenden Bürgermeisters Sven Schümann (CDU) hin geändert. Der Ausschuss beauftragt die Verwaltung mit der Ausweisung und Kostenaufstellung geeigneter Flächen im gesamtstädtischen Konzept. Sitzungsvorsitzender Herbert Hilgers: "Gleich morgen übergeben wir den Antrag gemeinsam mit der Unterschriftenliste an den Bürgermeister!"