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Böcklerstraße: Abriss geplant – kommt bald ein Frischemarkt?

Böcklerstraße: Abriss geplant – kommt bald ein Frischemarkt?
Das Zentrum an der Böcklerstraße ist in die Jahre gekommen; Wohnungen und Geschäftsgebäude sind marode. Die Bonner Firma terrana Bauprojekt GmbH will hier neu bauen. FOTO: Foto: Rolf Retzlaff
Nordstadt. Der Further Flurfunk läuft zurzeit auf Hochtouren: Was passiert mit dem in die Jahre gekommenen Einkaufs- und Gewerbezentrum an der Ecke Böckler-/Furtherhofstraße? Die Firma terrana Bauprojekt GmbH möchte hier nach Abriss Wohnungen entstehen lassen und auch die Nahversorgung sichern. Von Rolf Retzlaff

„Wir sind zurzeit im Erwerbsprozess und gehen davon aus, dass er in diesen Tagen abgeschlossen wird“, macht terrana-Geschäftsführer Andreas Nettekoven deutlich, dass das Grundstücksgeschäft schon fast in trockenen Tüchern ist. Die bisherigen Mieter wurden bereits informiert, dass die Mietverträge nicht mehr verlängert werden. Irene Georgiadis, Pächterin der Gaststätte Stingesbach, hat bereits Konsequenzen gezogen (siehe unten stehenden Artikel). Eine Kneipe soll es in Zukunft an der Böcklerstraße nicht mehr geben. Welche gewerblichen Mieter letztendlich in das neue Objekt einziehen können, ist noch ungewiss. Auf jeden Fall soll hier Wohnungsbau betrieben werden. Eine Mischbebauung mit Gewerbe ist eine weitere Option. Auch soll in Zukunft wieder die Nahversorgung gesichert werden. Bereits seit Monaten steht das Gebäude leer, in dem seit den 1960er Jahren eigentlich immer der Ankermieter für das kleine Zentrum untergebracht war. Der Konsum – zu Beginn nicht mehr als eine Bretterbude – bot eine Einkaufsmöglichkeit für die Vogelsanger Bürger. Im Laufe der Jahre folgten mehrere Betreiber: von Konsum und Edeka bis zum Supermarkt unter türkischer und später russischer Leitung.

Andreas Nettekoven denkt hier über zwei Möglichkeiten nach: einen rund 800 Quadratmeter großen Discounter mit weiteren kleinen Geschäften oder einen großen Frischemarkt als Vollsortimenter. Hier werden zurzeit Gespräche geführt. „Sollte dies aber nicht klappen, ist auch eine reine Wohnbebauung denkbar“, so Nettekoven, „auf jeden Fall wird die Maßnahme eine Verbesserung für den Stadtteil bringen. Die Gesamtanlage ist marode und unansehnlich.“

Wenn der Zeitplan optimal umgesetzt werden kann, will terrana bis Jahresende mit Abriss und Neubau beginnen.

(Kurier-Verlag)