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Bürgermeister lässt Rathaus katholisch segnen

Bürgermeister lässt Rathaus katholisch segnen
Katholischer Segen auch bei den städtischen Stadtwerken: Am Dreikönigstag besuchten Kaspar, Melchior und Balthasar das Unternehmen. Die drei Weisen kamen direkt aus der Pfarrgemeinde Hl. Dreikönige in Neuss. Die Sternsinger sammeln für Projekte, die Not leidenden Kindern zu Gute kommen. Gerne übergaben die Geschäftsführer Stephan Lommetz und Ekkehard Boden den Sternsingern eine Spende. Lommetz und seine Ehefrau engagieren sich auch privat im sozialen Ehrenamt der Kirche beim Malteser Hilfsdienst. FOTO: Fotos: Stadt / swn
Neuss. Besonders unter SPD-Bürgermeistern gibt es strittige Diskussionen, ob ein öffentliches Rathaus religionsneutral sein soll, oder ob das demonstrative Aufhängen von Kruzifixen oder die Anbringung des katholischen Sternsinger-Segens statthaft ist. Der Neusser Bürgermeister Breuer (SPD) setzt demonstrativ auf christliche Symbolik und bekennt sich offen zur katholischen Kirche. Von Frank Möll

Sein Amtskollege, Dormagens ehemaliger SPD-Bürgermeister Jürgen Alef, hatte den Sternsingern verboten, mit der vom Bischof geweihten Kreide den katholischen Segensspruch C+M+B (Christus mansionem beenedicat – Christus segne dieses Haus) anzubringen. Der katholische Segen 20C+M+B+16 hat folgende Bedeutung: Ein Stern für den Stern von Betlehem und die drei Kreuze für den Dreifaltigen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Früher als Bannmittel, heute als Segensbitte verstanden, soll es den Segen Gottes auf das Haus und seine Bewohner herabrufen und sie vor Unglück schützen.

Reiner Breuer unterstützt die katholische Segnung des Neusser Rathauses und sagt, dass er die Sternsinger dabei unterstützt, den Segen am Haupttor anzubringen. Im Büro des Bürgermeisters hängt ein gekreuzigter Christus. Reiner Breuer und seine Familie besuchten in der Christnacht die Mette in St. Quirin. Dennoch sei Breuer Bürgermeister für alle Bürger, heißt es.

(Kurier-Verlag)