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Besuch bei Benedikt XVI: „Grüßen Sie mir Neuss!“

Besuch bei Benedikt XVI: „Grüßen Sie mir Neuss!“
Pfarrer Stefan Schwarz, Monsignore Guido Assmann, Papst em. Bendikt XVI., Monsignore Axel Werner. FOTO: Foto: Gänswein
Neuss. „Grüßen Sie mir Neuss!“ Dies sagte am Montag Morgen der emeritierte Papst Benedikt XVI. zu Oberpfarrer Monsignore Guido Assmann im Vatikan. Assmann war mit zwei Mitbrüdern nach Rom geflogen, um dort den 25. Jahrestag seiner Priesterweihe zu feiern. Von Thomas Broich

Wenige Wochen vorher war ein Schreiben aus dem Vatikan in Neuss angekommen, in dem Erzbischof Gänswein, der persönliche Sekretär des emeritierten Papstes, die Priester zur Konzelebration (Feier) der Messe mit Benedikt XVI. einlud.

Nach der Messfeier, die in der Hauskapelle gefeiert wurde, nahm Benedikt XVI. sich noch die Zeit und erkundigte sich nach den Aufgaben der Jubilarpriester. Große Freude hatte er daran, dass die zwei deutschen Lieder, die er in der Messfeier selber anstimmte, kräftig mitgesungen wurden.

Benedikt kennt Neuss gut. Er erkundigte sich nach dem Quirinusmünster und erinnerte sich noch an die Namen der verstorbenen Oberpfarrer. Benedikt XVI. war als junger Bonner Professor mit Kardinal Frings zum II. Vatikanischen Konzil gereist und war dessen theologischer Berater gewesen. Gastgeschenke aus dem Rheinland erfreuten den Heiligen Vater sichtlich: Kölsch und Flöns, Blutwurst und Senf stehen nun für einige Tage auf seiner Speisekarte.

Am 1. Juni 1990 hatte der damalige Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, 14 Diakonen im Kölner Dom die Priesterweihe gespendet. Monsignore Guido Assmann war einer von ihnen.

Mit ihm unterwegs waren in Rom der Kreisdechant des Rhein-Sieg Kreises, Msgr. Axel Werner und der Gefängnispfarrer von Rheinbach, Pfarrer Stefan Schwarz. Alle drei gehören dem Weihekurs 1990 an. Assmann, der seit 2007 Oberpfarrer in Neuss und Kreisdechant des Rhein-Kreises Neuss ist, sowie seit 2013 auch Pfarrverweser in Grevenbroich, feiert am kommenden Sonntag (7. Juni) in der Basilika St. Quirin um 11.30 Uhr das silberne Priesterjubiläum.

Eine Begegnung für alle wird es anschließend auf dem Münsterplatz geben. Um 16 Uhr bildet die Vesper den Abschluss.

(Kurier-Verlag)