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Berauschende Mittel und Zigaretten als Brandursachen?
Brandeinsätze im Stadionviertel

Brandeinsätze im Stadionviertel
(Archivfoto) FOTO: Hanna Loll
Neuss. Am heutigen Mittwoch, 7. Juni, kam es zu gleich zwei Brandeinsätzen im Neusser Stadionviertel.

Kurz vor 2 Uhr in der Nacht weckte ein Brandwarnmelder Anwohner des Konrad-Adenauer-Rings. Den Alarm hatte ein Feuer im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses ausgelöst. Der 70-jährige Wohnungsinhaber konnte sich selbständig ins Freie retten. Nach bisherigen Erkenntnissen der Einsatzkräfte und aufgrund eigener Angaben des Mieters könnte eine Zigarette den Brand verursacht haben. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

Gegen 9 Uhr morgens rückten Polizei und Feuerwehr erneut aus. Diesmal hatten Zeugen eine Rauchentwicklung im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Rheydter Straße gemeldet. Der 33-jährige Wohnungsinhaber erlitt keine sichtbaren Verletzungen. Allem Anschein nach stand er unter dem Einfluss berauschender Mittel. Die derzeit noch andauernden Ermittlungen der Polizei ziehen auch eine vorsätzliche Brandlegung durch den 33-Jährigen in Betracht. Aufgrund der Gesamtumstände wurde zunächst eine Unterbringung in einer psychiatrischen Fachklinik veranlasst. Der Schaden am Haus konnte durch das Einschreiten der Zeugen und die Löscharbeiten der Feuerwehr gering gehalten werden

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei quoll bereits dichter schwarzer Rauch aus mehreren Fenstern einer Wohnung im zweiten Obergeschoss. Nur durch das beherzte Eingreifen von drei Passanten konnte für den Wohnungseigentümer und die übrigen Bewohner des Hauses Schlimmeres verhindert werden. Im Verlauf des Einsatzes mussten zwei Personen in umliegende Krankenhäuser transportiert werden, zwei weitere Personen konnten vor Ort ambulant versorgt werden.

Dadurch, dass die Anwesenheit von weiteren Bewohnern innerhalb der Brandwohnung nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden konnte, wurde umgehend durch die Feuerwehr eine zweite Menschenrettung eingeleitet. Hierbei wurden zwei Trupps unter Atemschutz mit Löschrohr zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt. Weitere Personen waren glücklicherweise innerhalb der Brandwohnung nicht anzutreffen. Um eine Schadensausbreitung auf die übrigen Wohnungen zu verhindern, kam ein Gerät zur Entrauchung zum Einsatz. Somit konnte ein Rauchschaden auf die Brandwohnung beschränkt werden.

Für die Löscharbeiten mussten sowohl am Konrad-Adenauer-Ring als auch an der Rheydter Straße Sperrungen errichtet werden, wodurch es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kam.