| 17.27 Uhr

Um 22 Uhr geht's los
Details zur Bombenentschärfung

Details zur Bombenentschärfung
FOTO: Stadt Neuss
Neuss. Eine zehn Zentner schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist auf dem Weißenberger Weg in der Neusser Nordstadt gefunden worden.


Die Bombe wird am heutigen Dienstag, 11. Juli 2017, ab etwa 22 Uhr von Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Direkt betroffen
sind rund 20.000 Anwohner und zahlreiche Betriebe, ein Altenheime sowie der Hauptbahnhof. Die Polizei wird ab 20.30 Uhr gemeinsam mit dem Ordnungsamt und dem Amt für Verkehrsangelegenheiten die Zufahrten sperren.

Davon betroffen sind unter anderem die Düsseldorfer Straße, Batteriestraße, Gielenstraße, Rheydter Straße, Steinhausstraße und Engelbertstraße, Konrad-Adenauer-Ring, Further Straße und Römerstraße. Rund 7.000 Anwohner, die in einem engeren Gefahrenbereich
von 500 Metern um die Fundstelle wohnen, werden mit Flugblättern informiert, dass sie ihre Wohnungen und Gebäude komplett räumen müssen. Personen im erweiterten Gefahrenbereich von 1.000 Metern werden aufgefordert, sich "luftschutzmäßig" zu verhalten, das heißt insbesondere sich auf der abgewandten Gebäudeseite und nicht im Dachgeschoss
oder im Freien aufzuhalten.

Eine Aufenthaltsmöglichkeit für Personen, die ihre Wohnungen verlassen müssen, ist ab sofort bis zur "Entwarnung" auf dem Further Kirmesplatz, Kaarster Straße, und in der angrenzenden Turnhalle gegeben. Die Bombenentschärfung hat auch erhebliche Auswirkungen auf den ÖPNV. So fahren ab etwa 20.30 Uhr keine Buslinien mehr aus dem Neusser Süden kommend in die Nordstadt, sondern wenden an der Haltestelle Zolltor. Aus Richtung Kaarst und Düsseldorf kommende Linien brechen ihre Fahrten vor dem gesperrten Bereich ab. Die U75 endet an der Haltestelle Handweiser, die Straßenbahn 709 an der Stadthalle. Ab 20.30 Uhr halten Keine Züge und S-Bahnen mehr im Neusser Hauptbahnhof, ein Ein- und Aussteigen ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Nach Entschärfung der Bombe werden die Anlieger mit Lautsprecherwagen und durch Radiodurchsagen informiert. Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, über alle Maßnahmen auch hör- und sehbehinderte Nachbarn und Personen mit schlechten Sprachkenntnissen zu informieren. Für Bürgerinnen und Bürger, die noch weitere Fragen zur
Bombenentschärfung haben, hat die Stadt ein Info-Telefon eingerichtet. Dieses ist unter den Nummern 02131/905801, 905802, 905803 und 905804 zu erreichen. Gehunfähige Personen können die Hilfe der Rettungsdienste unter der Rufnummer 02131/1350 in Anspruch nehmen.