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Einbrecher flüchten vor Wohnungsinhabern

Einbrecher flüchten vor Wohnungsinhabern
FOTO: SK
Neuss. Gleich an zwei Tatorten überraschten Wohnungsinhaber Einbrecher, die auf Balkone geklettert waren.

An der Wenderstraße traf der Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Freitag, 18. September, um kurz vor 16 Uhr, auf einen männlichen Tatverdächtigen, der gerade im Begriff war, seine Balkontüre aufzuhebeln. Der Unbekannte sprang unverzüglich runter in den Garten und flüchtete mit zwei Komplizen in den Stadtgarten. Der Wohnungsinhaber folgte den Tatverdächtigen und konnte sie noch in Richtung Schorlemer Straße wegrennen sehen. Die drei Männer waren nach Angaben des Zeugen etwa 20 Jahre alt und vermutlich deutscher Herkunft. Einer hatte dunkle Haare und trug einen dunklen Blouson. Die Polizei fahndet anhand der Beschreibung nach den Tatverdächtigen.

An der Straße "Im Jagdfeld" überraschte eine Mieterin, ebenfalls am Freitag gegen 21.30 Uhr, einen unbekannten Mann in ihrem Wohnzimmer. Der Einbrecher versuchte die Frau noch in akzentfreiem Deutsch zu beruhigen, bevor er über den Balkon in der ersten Etage eines Mehrfamilienhauses flüchtete. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen wurde bekannt, dass der Täter vermutlich noch auf mindestens zwei weitere Balkone geklettert war. In einem Fall gelang es ihm, unbemerkt die Türe aufzuhebeln und Schmuck zu entwenden. Die Polizei sucht im Zusammenhang mit den Taten "Im Jagdfeld" nach einem 180 bis 190 Zentimeter großen und etwas kräftig gebauten Mann.

Zeugenhinweise zu den geschilderten Einbrüchen nimmt das zuständige Kriminalkommissariat unter Tel. 02131/30 00 entgegen.

Soll man einen Einbrecher aufhalten? Einbrecher wollen nicht entdeckt werden und vermeiden nach Möglichkeit jede Konfrontation. Wenn man einen Einbrecher bemerkt, sollte man sich ihm nicht in den Weg stellen. Nicht den Helden spielen! Keiner weiß was passiert, wenn sich der Dieb in die Ecke gedrängt fühlt und befürchten muss, für lange Zeit ins Gefängnis zu gehen. Lieber sofort den Notruf der Polizei (110) wählen und den Täter sowie mögliche Fluchtfahrzeuge bestmöglich beschreiben.

Gemeinsam mit der Polizei kann man Einbrechern einen Riegel vorschieben. Einbruchshemmende Sicherungen machen Tätern die Arbeit schwer. Die Spezialisten des Kriminalkommissariats Prävention und Opferschutz der Polizei im Rhein-Kreis Neuss beraten kostenlos zu Möglichkeiten des technischen Einbruchschutzes (Tel. 02131/30 00).