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Er hat die Neusser SPD zu ungeahnten Erfolgen geführt: Benno Jakubassa macht Schluss

Er hat die Neusser SPD zu ungeahnten Erfolgen geführt: Benno Jakubassa macht Schluss
Benno Jakubassa feierte einen der größten SPD-Erfolge bei der Bürgermeisterwahl 2015. FOTO: Foto: Violetta Fehse
Neuss. Benno Jakubassa hört auf. Im kommenden Jahr will er sich nicht mehr für die Wahlen zum Stadtverbandsvorsitzenden aufstellen lassen. Damit geht eine bemerkenswerte Persönlichkeit, die die Neusser Sozialdemokraten zu ungeahnten Erfolgen geführt hat. Von Violetta Fehse

Es seien ausschließlich private Gründe, weswegen sich Jakubassa zu diesem Schritt entschieden hatte. Krankheitsfälle in der Familie führten bereits im vergangenen Jahr dazu, dass sich der 64-Jährige nicht mehr voll in seiner SPD einbringen konnte. "Es war keine leichte Entscheidung, aber das Private geht jetzt einfach vor", sagt Jakubassa. In seiner 22-jährigen Laufbahn hat er bittere Niederlagen erleben müssen, aber auch Erfolge feiern können. So war die Neusser SPD eine der ersten Parteien in NRW, die das Delegiertensystem abgeschafft hatte und so bereits 1999 den Weg für junge Talente wie damals Reiner Breuer frei gemacht hatte.

Höhepunkt war dann dessen Wahl zum Bürgermeister vor zwei Jahren. "Ein historischer Sieg. Wir haben die Chancen gesehen und genutzt", erinnert sich Jakubassa. Ganz aus der Partei verschwinden will er nicht. "Wo ich gebraucht werde, versuche ich da zu sein. Ich werde auch gerne wieder Plakate kleben. Nur die Vorstandsarbeit wäre in meiner jetzigen Situation einfach zu viel", erklärt der 64-Jährige. Endgültig Schluss ist damit am politischen Aschermittwoch.

 

(Kurier-Verlag)