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Falscher Dachdecker bestiehlt Seniorin

Falscher Dachdecker bestiehlt Seniorin
FOTO: Siegfried Fries / pixelio.de
Neuss. Am Donnerstagvormittag, gegen 11 Uhr, klingelte ein unbekannter Mann an der Haustür einer Seniorin an der Geulenstraße im Neusser Norden. Der Herr stellte sich als Dachdecker vor, der momentan auf einem Nachbargrundstück beschäftigt sei.

Er bot der älteren Dame Reparaturarbeiten am Dach an, da ihm aufgefallen sei, dass dieses augenscheinlich Wasser durchlässt. Gemeinsam ging man auf den Dachboden, wo der Unbekannte die Seniorin tatsächlich auf "feuchte" Stellen aufmerksam machte. Daraufhin vereinbarte man einen Reparaturbetrag. In der Annahme, dass es sich um ein seriöses Angebot handelt, ging die über Hauseigentümerin auf den Deal ein.

Da der "Handwerker" den veranschlagten Betrag im Voraus forderte, fuhr man sogar gemeinsam in einem weißen Kastenwagen zur Hausbank der älteren Dame. Wieder zuhause angekommen, ging alles ganz schnell. Der Unbekannte tat kurz beschäftigt, lenkte die Seniorin ab, steckte das Bargeld ein und verschwand unerkannt in einem günstigen Augenblick.

Das Opfer informierte die Polizei und erstattete auf der Wache Anzeige. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Trickdieb kann folgendermaßen beschrieben werden: Zirka 40 Jahre alt, 170 bis 175 Zentimeter groß und von schlanker Gestalt. Er hatte schwarze, kurze Haare, war bekleidet mit einem dunklen Anzug und sprach deutsch ohne Akzent. Bei dem Kleintransporter, in dem zwei weitere unbekannte Männer saßen, handelte es sich nach Angaben der Geschädigten um einen weißen Kastenwagen.

Zu den beiden Komplizen liegen keine Personenbeschreibungen vor. Hinweise werden erbeten an das Neusser Kriminalkommissariat 12 unter 02131/ 30 00.

Vor unseriösen Handwerkern, die ihre Dienste über Haustürgeschäfte anbieten und abwickeln wollen, warnt die Polizei. Seriöse Handwerker stellen ihre Arbeiten in Rechnung und lassen sich die Dienstleistung nach vollbrachter Arbeit per Überweisung bezahlen. Zahlungen in Bar gelten in der Branche als absolut unüblich, niemand "schickt" seinen Kunden zur Bank! Wer unseriöse Dienste an der Haustür anbietet oder überteuerte Rechnungen ausstellt, begeht eine Straftat. Der Tatbestand reicht von Wucher bis hin zu Betrug. Informieren Sie ihre Polizei, wenn Ihnen derartige Dienstleistungen an der Haustür angeboten werden.