| 12.40 Uhr

Hängepartie um Hafendirektor

Neuss. Die Fachpresse macht sich über die Stadt Neuss lustig. In einem Wirtschaftsdienst wird von „Hängepartie in Neuss“ gesprochen. Von Frank Möll

So soll sich Hafendirektor Ulrich Groß angeblich beim Arbeitsamt gemeldet haben, weil sein in Oktober auslaufender Vertrag noch immer nicht um zwei Jahre verlängert wurde, obwohl dies die politische Mehrheit in Neuss so will. Grünen-Chef Michael Klinkicht, CDU-Fraktionschefin Helga Koenemann und auch Bürgermeister Reiner Breuer (SPD) sprechen sich für eine Weiterbeschäftigung des erfolgreichen Managers aus, der in den vergangenen Jahren über 30 Millionen Euro Gewinn aus dem einst „mausetoten“ Hafen erwirtschaftet hat. Die Probleme bei „Rheincargo“ und die Probleme eines Limetten-Importeurs und eines Kranbauers machen Kämmerer Gensler große Bauschmerzen, die selbst ein Glas Caipirinha nicht zu heilen vermag. Einen Teil dieser Probleme rechnen Insider allerdings einem anderen Manager an. Düsseldorfs Oberbürgermeister will angeblich, dass der starke Neusser Teil des Hafens vom kleinen Düsseldorfer Bruder dominiert und Groß entfernt wird. Kann er sich durchsetzen?

Frank Möll

(Kurier-Verlag)