| 15.02 Uhr

Hoffnung in der Nordstadt: Wird bald der Nordbad-Park zum Spaziergang einladen?

Hoffnung in der Nordstadt: Wird bald der Nordbad-Park zum Spaziergang einladen?
Heinrich Thiel und Jochen Goerdt (v.r.) vom Initiativkreis sprachen jetzt mit Stephan Lommetz über die Öffnung eines Teils des Nordpark-Geländes. FOTO: Foto: IK
Nordstadt. Seit rund zehn Jahren kämpft der Initiativkreis Nordstadt um die Öffnung eines Teils des Nordbad-Parkgeländes; die ehemalige Liegewiese könnte den Bürgern hervorragend als Naherholungsgebiet dienen. Jetzt scheint erneut Bewegung in die Angelegenheit zu kommen: Der IK-Vorsitzende Jochen Goerdt und Vorstandsmitglied Heinrich Thiel wollen einen entsprechenden überfraktionellen Antrag im Stadtrat stellen. Von Rolf Retzlaff

Dem vorangegangen war ein Gespräch mit Stepahn Lommetz, Geschäftsführer der Neusser Bäder und Eissporthalle GmbH. Die beiden Vertreter des Heimatvereins aus der Nordstadt machten noch einmal den Wunsch zahlreicher Further Bürger deutlich. „Als Grundstückseigentümer stehen wir jederzeit für Gespräche zur Verfügung“, macht Lommetz deutlich. Doch letztendlich müsste die Stadt das betreffende Grundstück ankaufen oder pachten. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte ein großer Teil des Areals geöffnet werden und ein kleiner Park im Herzen der Nordstadt würde entstehen. „Das könnte auch Vorteile für das Schwimmbad mit sich bringen“, freut sich Goerdt. Pläne zur weiteren Gestaltung liegen bereits in der Schublade: Spazierwege, eine Boulebahn und ein Volleyballfeld sind angedacht – doch dafür müsste in die Stadtkasse gegriffen werden. Peter Dieter Schnitzler und Gottfried Schuelen vom Initiativkreis hatten bereits 2013 weitere Vorschläge gemacht: So könne die Geschichte des Nordparks anhand von Schautafeln sichtbar gemacht werden. Eine Freilichtbühne könne am Standort des ehemaligen 50-Meter-Beckens entstehen, die Freitreppen könnten als Sitzgelegenheiten genutzt werden. Zudem könne der ehemalige Eingang in den Nordbad-Park von der Wilhelmstraße aus wiederbelebt werden. Man merkt: Ideen gibt es genug! Und der neuerliche Anlauf scheint vielversprechend „Das Informationsgespräch mit Herrn Lommetz war ein guter Aufschlag, wir danken ihm, dass er sich Zeit für uns genommen hat“, so Thiel.

Jetzt ist die Politik an der Reihe: Goerdt und Thiel streben einen gemeinsamen Antrag der Ratsfraktionen an, der die Öffnung des Nordparks endlich möglich machen soll. Die Bürger der Nordstadt würden sich freuen – zumal die Schneegänse in den vergangenen Jahren die Nutzung des Jröne Meerke als echtes Naherholungsgebiet nahezu unmöglich gemacht haben. Eine zweite „grüne Lunge“ mit echter Verweilqualität würde der Nordstadt gut tun!

Rolf Retzlaff

(Kurier-Verlag)