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SPD will den Wechsel in Neuss
Jakubassa will den Sumpf der Vetternwirtschaft trocken legen

SPD will den Wechsel in Neuss: Jakubassa will den Sumpf der Vetternwirtschaft trocken legen
SPD-Chef Benno Jakubassa mit dem langjährigen Schulfreund von Reiner Breuer, dem Augustiner-Chorherren Quirinus Herzogenburg (Carsten Greiwe), der der CDU angehört. FOTO: Frank Möll
Neuss. Der Neusser Landtagsabgeordnete Reiner Breuer will Bürgermeister der Stadt Neuss werden. Bei der Klausurtagung der SPD-Ratsfraktion in Wesel hat der 45-jährige Volljurist, der bereits ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister der Stadt ist, seine Bewerbung für die Kandidatur offiziell bekannt gegeben.

"Mit Reiner Breuer hat eine politisch erfahrene und anerkannte Persönlichkeit ihren Hut in den Ring geworfen", äußert der Vorsitzende der Neusser SPD, Benno Jakubassa, am Rande der Klausurtagung. "Reiner Breuer steht für einen politischen Neuanfang in Neuss und für mehr Transparenz statt Vetternwirtschaft wie bei Herrn Napp" so Jakubassa. Er will den Sumpf im Neusser Rathaus trocken legen. "Nach über 60 Jahren CDU-Regierung hat ein Wechsel an sich schon einen Wert. Aber Reiner Breuer ist auch jemand, der die Themen kennt und es kann", sieht Benno Jakubassa gute Chancen für ein endgültiges "Ende der Ära Napp".

"Am 1. Dezember wird der Stadtverbandsvorstand eine Empfehlung für einen Kandidaten aussprechen", erläutert der stellvertretende Vorsitzende der Neusser SPD, Michael Ziege das abgestimmte Verfahren. "Die formaljuristische Aufstellung des Bürgermeisterkandidaten erfolgt dann durch alle Mitglieder der Neusser SPD beim politischen Aschermittwoch am 18. Februar 2015."