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Kardinal Woelki in Neuss: Kommen Islamisten in die Hölle?

Neuss. Muslimische Gotteskrieger schlachten Christen und gemäßigte Glaubensbrüder ab. Christen werden tausendfach geköpft und gekreuzigt. Von Frank Möll

Dies war am Sonntag Thema beim Fest des Neusser Stadtpatrons Quirinus. Kardinal Woelki sagte in einer Predigt, die er nahezu identisch am 25. Januar beim Karlsfest in Aachen hielt, dass ihm die so genannte Rettung des Abendlandes auf den Nerv gehe. „Vernunft und Glaube – beides zusammen meint Weisheit; das eine ohne das andere bringt nur Unheil: Eine Vernunft ohne den Glauben steht in der Gefahr, sich selbst zu überhöhen und den Menschen als Geschöpf Gottes aus den Augen zu verlieren; und ein Glaube ohne Vernunft wird zum Aberglauben. Das haben wir in der Geschichte des Christentums immer wieder erlebt und damit großes Leid gebracht; das erleben wir heute, wenn Gotteskrieger im Namen der Religion deren Inhalt ins Gegenteil verkehren und aus Islam Islamismus machen. Mit ihren grauenhaften Taten treiben sie nicht nur Menschen in den Tod, sondern auch einen Keil in die komplexen Gesellschaften unserer Welt. Eine perfide Strategie.“ Ja, sie kommen in die Hölle! Woelki formuliert es im Quirinus-Münster theologisch diplomatisch:

„Statt unvergänglichen Ruhm werden diese Gotteskrieger sich einst vor Gott ihrer Taten zu stellen haben. Gott verzeiht alles – aber er wird die Freiheit des Menschen, sich selbst zu verantworten, dabei nicht

überspringen. Und er wird auch die nicht vor der Erkenntnis ihrer selbst verschonen, die diese Freiheit für den Kern

allen Übels halten.“ Kardinal Woelki- ein mutiger Mann!

Frank Möll

(Kurier-Verlag)