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Germanwings-Flugzeug abgstürzt
Merkel und Kraft reisen morgen an die Absturzstelle

Germanwings-Flugzeug abgstürzt: Merkel und Kraft reisen morgen an die Absturzstelle
Der Radar zeigt die Abstuzstelle FOTO: Internet
Barcelonnette/ Düsseldorf/ Neuss. Bundeskanzlerin Angela Merkel und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft reisen morgen an die Absturzstelle des Germanwing-Fluges, der in Barcelona gestartet, nicht aber in in Düsseldorf angekommen ist. In einem achtminütigen Sinkflug kündigte sich die Katastrophe an. Ein Not-Signal gab der Pilot erst sehr spät auf einer Höhe von 200 Metern ab. Unter den Opfern befindet sich offenbar eine Schulklasse aus Haltern.

Ein Flugzeug vom Typ A320 ist am Dienstag in den französischen Alpen abgestürzt. Es war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Nach französischen Regierungsangaben gibt es vermutlich keine Überlebenden. 67 Mitreisende sind deutsche Staatsbürger und kommen wahrscheinlich aus Nordrhein-Westfalen. Ob es auch Passagiere aus Neuss gab, steht noch nicht fest. Zwei Babies waren in der Unglücksmaschine.

Das Unglück habe sich in der Region von Barcelonnette in den südlichen Alpen ereignet, verlautete aus französischen Sicherheitskreisen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP waren 148 Menschen an Bord, davon 142 Passagiere.

Nach französischen Regierungsangaben wird es vermutlich keine Überlebenden gegeben. Das sagte Präsident François Hollande am Dienstag in Paris.

Auf dem Flughafen Düsseldorf werden die Angehörigen derzeit von Seelsorgen betreut. Nicht auszuschließen ist es, dass auch Fluggäste aus Neuss in der Maschine waren.

Viele Menschen aus Neuss nutzen regelmäßig von den Flughäfen Düsseldorf oder Köln Germanwings-Flüge. So auch der ehemalige Neusser Kaplan und für Neuss und Düsseldorf zuständige Weihbischof Dominikus Schwaderlapp. "Wir müssen erkennen, dass wir Menschen nicht Beherrscher der Lüfte sind, Ich bin im Gebet an der Seite der angehörigen." Alles liege in Gottes Hand, doch was in Menschenhand liege, müsse nun getan werden. Schwaderlapp wies auf die Notfallseelsorge des Erzbistums Köln hin.

Der Kapitän war über zehn Jahre für Lufthansa und Germanwings im Einsatz. Das Flugzeug war 24 Jahre alt.