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Mick Jagger und Günter Netzer sind älter als Thomas Nickel

Diese Online-Umfrage hat so gut wie keine Aussagekraft, weil sie unkontrolliert von jedem Internet-Nutzer weltweit im Netz angeklickt werden kann (www.stadt-kurier.de). 300 User haben bis jetzt mitgemacht. 150 Nutzer mit gleicher ip-Adresse (fast ausschließlich pro Rosen) haben wir nicht ins Abstimmungs-Ergebnis einfließen lassen. Bereinigt sieht die Sache so aus: Sebastian Rosen führt mit 48 Prozent vor Professor Dr. Klaus Goder (12 Prozent). Demnach kommen beide in eine Stichwahl, sollten die CDU-Mitglieder am Montag, 3. November, genau so abstimmen. Von Frank Möll

Dies ist aber unwahrscheinlich, da die über 60-jährigen Kandidaten der CDU nicht die Internet-Anhängerschaft haben (können) wie Rosen oder Goder. In unserer unterhaltsamen und nicht reellen Umfrage liegt Thomas Nickel weit von Helga Koenemann. Dies könnte allerdings ein kleiner Hinweis auf das Kräfteverhältnis der beiden Favoriten sein.

Fazit vieler Gespräche in Neuss: Nickel sehen viele als Favoriten, dicht gefolgt von Helga Koenemann. Allerdings: 23 Prozent der User finden überhaupt keinen der vier Kandidaten "wählbar". Das ist logisch, denn auch Nicht-CDU-Mitglieder können bei der Online-Abstimmung mitmachen.

Doch wie es für Sebastian Rosen nun wirklich ausgehen wird, kann niemand so recht "greifen". Bei der einzigen Podiumsdiskussion mit den anderen Mitbewerbern hat er überraschend ganz gute Noten bekommen und wird auch in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung äußerst positiv bewertet. Dies ist für die starke Gruppe, die Rosen verhindern wollen, nochmal eine Motivation, alle Kräfte zu mobilisieren.

Nickel ist nicht zu alt

Fazit: Alle Kandidaten sind ordentlich unterwegs. Am Montag wird es spannend, wenn die Mitglieder abends im Rheinischen Landestheater zusammentreten.

Um Wahlmanipulationen vorzubeugen, hat sich der Notar Dr. Oliver Gehse bereit erklärt, dem Vorstand hilfreich zur Seite zu stehen. Die CDU-Geschäftsstellen-Mitarbeiter Stracke und Henke sollen die Stimmzettel gemeinsam mit einer Vertrauten von Hermann Gröhe und anderen Stimmzählern in einem abgeschlossenen Raum auszählen. Dies führt parteiintern zu Unmut, da Stracke und Monika Henke (als Schützenfrau) dem Grenadierzug "Quiri-Nüsser" angehören, wo der Kandidat Sebastian Rosen Oberleutnant ist. Der Vorwurf der Befangenheit steht "im Raum", was natürlich völlig abwegig scheint.

Parteichef Dr. Jörg Geerlings, der sich offen für die Wahl von Thomas Nickel einsetzt, hat ein faires Wahlverfahren nach Recht und Gesetz versprochen. Und das glaubt ihm auch die Partei. Er macht es schließlich nicht zum ersten Mal.

Die Umfrage läuft noch eine Weile weiter. Sie können gerne abstimmen (auf der Stadt-Kurier-Internet-Seite unter dem Schlagwort "Umfrage").

Dass Thomas Nickel trotz seiner 67 Jahre kein "alter Opa" ist, hat er längst bewiesen. Das Argument des angeblich zu hohen Alters, dürfte keine Rolle spielen, denn Dynamiker wie Papst Franziskus, Mick Jagger oder Günter Netzer sind viel älter als Thomas Nickel und "rocken" durchs Leben.

Vizebürgermeister und Schützenpräsident Thomas Nickel steht für einen "anderen Umgang" mit den Menschen, als dies derzeit im Rathaus praktiziert wird. Das gibt uns Neussern Hoffnung. Und: Ich persönlich finde es als 45-jähriger Arbeitnehmer ganz schön tröstlich, dass man mit über 60 noch nicht zum "alten Eisen" gehört und noch gebraucht wird. Thomas Nickel muss in seiner Rede allerdings zeigen, dass er auch ein dynamischer Gestalter ist und wichtige Themen (Wohnungsnot, desolater Zustand des Bauvereins, was die Ausrichtung angeht, Regelwut der Behörden, Sicherheit und Ordnung, Kinderarmut in Neuss) auch anpacken will und kann. Dass er gut repräsentieren kann, weiß jeder. Doch das reicht nicht!

Spannend auch die Frage, ob eine Frau die Chance bekommt, einmal als Bürgermeisterin die Parade abzunehmen. Helga Koenemann steht bereit und hat ebenso alle Chancen, am Montag zu gewinnen. Es bleibt spannend!

Frank Möll

(Kurier-Verlag)