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Diesmal gibt es an zwei Abenden gute Musik gegen Rassismus
Mini-Festival: In Neuss wird wieder gegen rechts gerockt

Mini-Festival: In Neuss wird wieder gegen rechts gerockt
Die Punkband „The Pixel Crasher“ stand im vergangenen Jahr auf der Rock gegen Rechts-Bühne und überzeugte das Publikum. FOTO: Hanna Loll
Neuss. Schon in den vergangenen zwei Jahren war Rock gegen Rechts Neuss ein voller Erfolg – so sehr, dass in diesem Jahr sogar an zwei Abenden gerockt wird. Das Mini-Festival steigt am kommenden Wochenende im Haus der Jugend. Von Hanna Loll

In den vergangenen Jahren beschränkte sich das Rock gegen Rechts Konzert auf einen Abend. Die Veranstaltung lief jedoch so gut, dass sich die Organisatoren überlegt haben, ein Mini-Festival daraus zu machen und gleich einen zweiten Tag dranzuhängen. Andreas Neumann aus dem Orga-Team erzählt nicht ohne Stolz: "Auf unserer Facebook-Seite haben wir mit Zusagen und Interessierten die 1.000er-Marke geknackt."

Bei Rock gegen Rechts treten regionale und inzwischen auch überregional bekannte Bands ohne Gage auf – der Erlös geht an den guten Zweck. "Mit Wegbier und Männi haben wir zwei Größen mit an Bord, die bereits auf dem Ruhrpott Rodeo und bei Punk im Pott gespielt haben", weiß Neumann. Doch nicht nur Rock- und Punk-Fans können am kommenden Wochenende gemeinsam eine Party gegen rechts feiern – mit den Acts Scapsis, ausgezeichnet mit dem Deutschen Rock&Pop Preis, und Snypex wird auch in diesem Jahr wieder HipHop vertreten sein.

Joline Sinthern und Andreas Neumann. FOTO: Hanna Loll

Die Räumlichkeiten stellt das Haus der Jugend wieder kostenlos zur Verfügung. Einen Eintritt wird es an beiden Abenden nicht geben, nur um eine Mindestspende von 5 Euro wird gebeten. Daher gibt es natürlich keinen Kartenvorverkauf. "Deshalb empfehlen wir allen, lieber pünktlich zum Einlass da zu sein. In den vergangenen zwei Jahren hatten wir ein ausverkauftes Haus", meint Neumann. Am Freitag werden die Feiernden ab 19 Uhr ins Haus der Jugend gelassen, am Samstag ab 18 Uhr.

Mit-Organisatorin Joline Sinthern verrät: "Im vergangenen Jahr haben wir den Erlös für Musikinstrumente verwendet. Die spendeten wir der Musikschule Kaarst für ihre Flüchtlingsprojekte. In diesem Jahr soll der Großteil der Spende der Organisation Sea-Watch zugute kommen." Die gemeinnützige Initiative hat sich der zivilen Seenotrettung von Flüchtenden verschrieben. Der Rest des Erlöses wird wieder in lokale Projekte gesteckt.

Sinthern: "Wir freuen uns, dass so viele gemeinsam mit uns aus vollem Herzen für Menschen spenden, die Not leiden." Neumann ergänzt: "Wir möchten damit ein Zeichen setzen und gerade in Zeiten, in denen die AfD einen solchen Aufschwung erlebt, Flagge zeigen gegen den braunen Müll. Und langsam etabliert sich Rock gegen Rechts zu einem festen Termin im Neusser Kalender", freut sich der Organisator.

Lesen Sie hier: So war Rock gegen Rechts 2017.