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Moni Prinz ist überglücklich: Endlich wurde ein Spender für sie gefunden!

Moni Prinz ist überglücklich: Endlich wurde ein Spender für sie gefunden!
Paul Kudlich, Krankenhausdirektor, Anette Herda, Verwaltungschefin der Knochenmarkspenderzentrale Düsseldorf, Moni Prinz und Unterstützerin Yvette Börner vor dem Johanna-Etienne-Krankenhaus. FOTO: Foto: Thomas Broich
Neuss. Eine gute Nachricht: Für die krebskranke Moni Prinz wurde ein geeigneter Stammzellenspender gefunden. In dieser Woche wird die Behandlung schon beginnen. Die Heilungschancen stehen dann für die an einem seltenen Mantelzelllymphom erkrankte Frau, die bereits einen Rückfall hinter sich hat, sehr gut. Von Thomas Broich

Am 22. März fand im Johanna-Etienne-Krankenhaus eine Typisierungsaktion zugunsten der an Krebs erkrankten Mitarbeiterin Moni Prinz statt. 400 Neusser waren vor Ort, es wurden 2.400 Euro an Spenden für die Knochenmarkspenderzentrale Düsseldorf gesammelt und 160 potenzielle neue Spender wurden ermittelt. Bei einer vorhergehenden Spendenaktion für Moni waren ebenfalls 250 neue, angehende Lebensretter gefunden. Die Möglichkeit, dass sich darunter ein passendes genetisches Gegenstück befand, war dennoch verschwindend gering. „Umsonst“ war deren Spende natürlich auch nicht, ihre Profile werden in einer Datenbank festgehalten, bis jemand gefunden wird, dem sie vielleicht helfen können.

Nun kann allerdings die frohe Botschaft verkündet werden: Es gibt jemanden, der Moni Prinz helfen kann. In den vergangenen Wochen hatten sich drei potenzielle Spender herauskristallisiert, von denen zwei schließlich wieder durchs Raster fielen. Moni Prinz: „Die vielversprechendste Kandidatin war eine ältere Frau. Doch es stellte sich heraus, dass sie bereits drei Kinder hat und ihr Körper somit für mich gefährliche Antikörper gebildet hatte. Nun hoffe ich auf einen 18-jährigen Mann, mit dem meine genetischen Merkmale kompatibel sind.“ Gerettet ist Moni Prinz damit noch lange nicht. „Die Transplantation ist erst dann erfolgreich, wenn mein Körper die fremden Stammzellen auch wirklich angenommen hat“, berichtet Moni Prinz, „außerdem kann noch so viel passieren, der junge Mann könnte einen Rückzieher machen, er könnte einen Unfall haben oder was auch immer.“

Im Johanna-Etienne-Krankenhaus wurde jetzt der Spendenscheck von Paul Kudlich, Krankenhausdirektor, an Anette Herda, Verwaltungschefin der Knochenmarkspenderzentrale, überreicht. Das „Etienne“ spendet dabei 2.400 Euro für die Knochenmarkspenderzentrale.

(Kurier-Verlag)