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Multikulti-Truppe rettet den Nikolausmarkt

Multikulti-Truppe rettet den Nikolausmarkt
Die fleißigen Initiativkreisler und einige ihrer neuen Helfer: Die Buden und der Streichelzoo wurden in Rekordzeit aufgebaut – dank der ehrenamtlichen Hilfe der multikulturellen Truppe des „Raums der Kulturen“. FOTO: Foto: Rolf Retzlaff
Nordstadt. Ein multikulturelles Projekt, das seinesgleichen sucht: Mitglieder des Vereins „Raum der Kulturen“, einem Zusammenschluss von interkulturell tätigen Menschen, Vereinen und Einrichtungen in Neuss, halfen beim Aufbau des Further Nikolausmarktes mit – sehr zur Freude des Arbeitskreisteams Nikolausmarkt des Initiativkreises Nordstadt, das mit Überalterung zu kämpfen hat. „Was besseres als die Hilfe des ,Raums der Kulturen’ konnte uns nicht passieren“, sind sich die Arbeitskreis-Vorsitzenden Toni Schäfer und Rolf Arnold einig. Von Donnerstag bis Montag rückten im Schnitt zehn bis zwölf Helfer an, „und die waren fleißig wie die Ameisen, hilfs- und lernbereit“, so Schäfer. Dank der engagierten Unterstützung durch die neuen Helfer war der Aufbau von Buden und Streichelzoo bereits am Montagmittag erledigt statt wie in den Jahren zuvor am Dienstagabend – und dann taten den Arbeitskreislern alle Knochen weh... Von Rolf Retzlaff

Hamdi Berdid, Vorsitzender des „Raums der Kulturen“, hatte die multikulturelle Aktion zur Rettung der Tradition des Nikolausmarktes ins Rollen gebracht, nachdem er einen Hilferuf des Initiativkreises im Stadt-Kurier gelesen hatte. Die Helfer kamen aus Kenia, Sri Lanka, Syrien, Afghanistan, Russland, der Ukraine und der Türkei. Hier arbeiteten Christen, Juden, Muslime und Hindus Hand in Hand. „Sie fühlen sich mit ihrer Heimat Neuss verbunden“, macht Berdid deutlich.

Toni Schäfer war begeistert von der Höflichkeit der meist jungen Menschen. „Zum Beispiel haben auf einer Autofahrt drei Jungs gefragt, ob es unhöflich wäre, wenn sie sich mal kurz in ihrer Landessprache unterhalten würden.“

Hamdi Berdid und seine Leute werden auch beim Abbau wieder tatkräftig mit anpacken. Und für ihn ist klar: „Das machen wir zur Tradition, wir sind auch nächstes Jahr wieder dabei!“

Rolf Retzlaff

(Kurier-Verlag)