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Wie es den verletzten Feuerwehrmännern geht
Nach Sturm und Großbrand: Wie sicher arbeitet die Neusser Feuerwehr?

Nach Sturm und Großbrand: Wie sicher arbeitet die Neusser Feuerwehr?
Die Arbeit der Feuerwehr ist mit Risiken verbunden. Die CDU wollte jetzt wissen, wie es um die Sicherheit der Einsatzkräfte steht. FOTO: Foto: Thomas Broich
Neuss. In den vergangenen Wochen waren die Einsatzkräfte der Neusser Feuerwehr stark gefordert. Sturmtief Friederike sowie mehrere Pkw- und Hausbrände haben den Männern und Frauen viel abverlangt. Nachdem sich zwei Feuerwehrmänner bei einem Einsatz in Weckhoven schwer verletzten, entfachte die CDU eine Debatte um die Sicherheit der Ehrenamtler. Von Violetta Fehse

Es war ein Ereignis, das noch immer allen Beteiligten in den Knochen steckt. Kurz nach Weihnachten, am 28. Dezember, gab es an der Hülchrather Straße einen schweren Brand in einem Rohbau. Starke Rauchentwicklung, enorme Wärme und Flammen erschwerten die Brandbekämpfung für den eingesetzten Trupp im Keller. Während der Löschtrupp zwecks Ablösung den Rückweg aus dem Keller antrat, kam es zu einem Notfall bei dem zwei Feuerwehrmänner verletzt wurden.

Wie der Stadt-Kurier auf Nachfrage erfuhr, sind die Betroffenen auch einen Monat später weiter im Genesungsprozess. "Über die Unfallursache können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weitere Auskunft geben", so Christian Franke vom Presseteam der Neusser Feuerwehr.

Für die CDU Anlass genug, die Sicherheitsstandarts zu hinterfragen."Haben sich im Zusammenhang des Einsatzes oder zu einem anderen Zeitpunkt Defizite bei der sächlichen und personalen Ausstattung der Neusser Feuerwehr ergeben?", wollte die CDU im jüngsten Hauptausschuss wissen. Hierzu gibt Holger Lachmann – Beigeordneter für Bürgerservice, Personal und Sicherheit – Entwarnung. "Die Feuerwehr Neuss ist technisch auf höchstem Niveau ausgestattet. Grundlage ist hier der Brandschutzbedarfsplan, der die technische und personelle Ausstattung vorgibt. Die Anforderungen der Feuerwehr wurden dabei in der Vergangenheit von der Kämmerei im Rahmen der Haushaltsplanberatungen ausfinanziert und vom Rat genehmigt."

Alles also im grünen Bereich? "Das können wir von der Feuerwehr nur bestätigen und uns dem Statement der Stadt in vollem Umfang anschließen", sagt auch Franke.

Demnach bestanden hinsichtlich des Einsatzes vom 28. Dezember keine personellen oder sachlichen Defizite. Auch beim Thema Nachwuchsarbeit gibt es positive Rückmeldung.

"Im vergangenen Jahr verzeichneten wir im Ehrenamt einen leichten Zugang von zehn Personen, sodass derzeit 304 Kräfte aktiv sind. Alle Planstellen sind besetzt", berichtet Lachmann.

Und wie steht es um die Ausrüstung? "Die wird regelmäßig im laufenden Haushalt beschafft. Die notwendigen Investitionen werden im Rahmen der Haushaltsplanberatungen angemeldet, eingeplant und genehmigt", gibt Lachmann auch hier Entwarnung.

Dennoch: Ab sofort soll es mehr Transparenz in Sachen Feuerwehr geben. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2017 hat der Bürgermeister auf Vorschlag von Lachmann entschieden, dass die Wehrleitung zukünftig einen Jahresbericht zur Tätigkeit der Feuerwehr Neuss halten wird, um den Rat noch besser über die Tätigkeit und Herausforderungen der Feuerwehr Neuss zu unterrichten. Der Bericht ist für die Ratssitzung am 16. März vorgesehen.

 

(Kurier-Verlag)