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Neuss ist vom Pokémon-Go-Virus infiziert

Neuss ist vom Pokémon-Go-Virus infiziert &#8211
Florian Habeth und Julia Langstein sind bekennende Fans von der neuen App Pokémon Go. FOTO: Violetta Buciak
Neuss. Jugendliche, die auf ihr Smartphone starren und durch die City laufen (Smombie) – auch in Neuss kein ungewohntes Bild mehr. Doch in den letzten Tagen kommt das immer häufiger vor. Der Grund: Pokémon Go hat auch in der Quirinusstadt Überhand genommen. Von Violetta Buciak

Seit heute steht das Spiel im Appstore kostenlos zum Download bereit. Fans haben über Tricks bereits vor eineinhalb Wochen mit der Jagd begonnen – pünktlich zum offiziellen Start in den USA, Neuseeland und Australien.

Und bereits jetzt wimmelt es auf Facebook nur so vor Pokémon-Go-Gruppen – im Rhein-Kreis-Neuss-Ableger tummeln sich bereits 300 Mitglieder. Auch Florian Habeth ist infiziert, hat eine Whats-App-Gruppe für Neusser eingerichtet, die binnen einer Stunde 20 "Pokémon-Trainer" zählte – Tendenz steigend.

Das Prinzip der App ist leicht erklärt: Der Spieler geht in der echten Welt auf Pokémon-Jagd, man muss sich also wirklich draußen bewegen, um voranzukommen – dabei lernt der User seine Stadt besser kennen, denn besondere Schauplätze werden kurz erklärt. Auch der soziale Aspekt nimmt eine wichtige Bedeutung ein. Drei Teams – blau, gelb oder rot – stehen im Konkurrenzkampf, nehmen Arenen ein und verteidigen diese.

Ohne Ladestation geht nichts. Die App verbraucht viel Akku. FOTO: Violetta Buciak

Florian hat über die Whats-App-Gruppe Julia Langstein kennengelernt – mit ihr und weiteren "Trainern" zieht der Azubi nun gemeinsam durch die Stadt, um neue Pokémon zu finden. "Da ist ein Taubsi, das muss ich eben einfangen", so der Further plötzlich in der Nähe des Schwatte Päd. Echte Hot Spots für die Jagd seien die City, der Stadtgarten und der Hauptfriedhof – dort soll es Geister-Pokémon geben. "Seitdem ich das Spiel habe, bin ich viel mehr in der Stadt unterwegs, mein Hund ist total kaputt", lacht Florian. Einziger Nachteil: "Der hohe Akkuverbrauch – ohne mobile Ladestation geht da nach zwei Stunden gar nix mehr", weiß Julia. Dafür sind die Nordstädter stolz, bereits das wohl beliebteste Pokémon gefangen zu haben: ein niedliches Pikachu.

 

(Kurier-Verlag)