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Christen und Muslime beten für den Frieden
Norfer Moschee: Hier bitten sie Allah, die brutalen Islam-Killer aufzuhalten

Neuss. Während die Killer des Islamischen Staates (IS) in Syrien und im Irak Christen köpfen, Männer kreuzigen und Frauen und Kinder töten, weigert sich der Neusser Stadtrat eine Resolution gegen die Christenverfolgung zu verabschieden, die die FDP eingebracht hatte. FDP-Kreischef Bijan Sarai ist fassungslos, weil hier alle schlafen. Einen Lichtblick gibt es allerdings. Ausgerechnet in der Norfer Moschee gab es ein beachtliches Zeichen des Friedens. Von Frank Möll

Natürlich sind die Christen für viele Grausamkeiten verantwortlich, haben so genannte Hexen verbrannt und auf allen Kontinenten Leid angerichtet, Menschen brutal zwangsmissioniert. Die Päpste Benedikt und Franziskus nehmen die Schuld an, bitten um Verzeihung, zeigen Demut. Sie versuchen, Unrecht zu heilen.

Der größte Vorwurf an die Muslime, die auch hier bei uns in Neuss leben: Ihr tut nichts, nehmt keine Stellung gegen die mit dem Koran begründeten Massenmorde.

Wer einmal schauen will, wie sich ein Gebet in der Norfer Moschee anhört, kann dies auf diesem Video sehen:

 

Muslime tun nichts für den Frieden? Dies ist nicht richtig. Neulich trafen sich die wichtigen Imame von Neuss, viele Muslime und auch Christen in der Norfer Moschee. Unter Vermittlung von Waltraud Beyen kam auch Kreisdechant Msgr. Guido Assmann und die evangelische Pfarrerin Christina Wochnik. Beide brachten auch aus ihren Gemeinden Christen mit, die den muslimischen Männern beim Gebet zusahen. Später sahen die Muslime den Christen beim Gebet zu. Pastor Assmann sprach mit den Gläubigen das Gebet des Herrn, das Christus zu beten gelehrt hat.

Erdal Altuntas von der Moschee und dem Verein DITIB sagte aller Gewalt ab und verurteilte die terroristischen Anschläge und die Massenmorde der IS, die jetzt sogar Moscheen sprengt und zerstört und Muslime tötet, die nach ihrer Meinung nicht streng genug den Islam verbreiten und auslegen.

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Bijan Sarei berichtet: "Der IS (Islamischer Staat) steht kurz davor, die syrisch-kurdische Stadt Kobane einzunehmen. Den Einwohnern drohen Folter und Mord. Die Untätigkeit der Internationalen Gemeinschaft ist in dieser Situation unerträglich."

Kenner der Szene berichten: Die extremistische Miliz versucht offenbar, Terrorkommandos als Flüchtlinge getarnt nach Europa zu schleusen. Aus je vier Terroristen bestehende Gruppen sollten demnach die syrisch-türkische Grenze überqueren und mit Hilfe gefälschter Pässe weiter nach Westeuropa reisen – auch nach Deutschland. Dort sollten sie Anschläge verüben, heißt es in der Zeitung "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat unterdessen den für Nordafrika zuständigen Geistlichen, Msgr. Joachim Schroedel, von seinem Dienst offiziell entbunden und in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Mit Unterstützung von Kardinal Lehmann macht er aber jetzt "auf eigene Gefahr" weiter und leistet über Kairo in Nordafrika humanitäre Hilfe und ist schlicht und einfach auch für die verfolgten Christen (egal ob Katholiken, Kopten, Orthodoxe oder Protestanten) da.

Der Stadt-Kurier hält über Facebook Kontakt mit dem Geistlichen. Die Christen in Nordafrika sind auf Spenden angewiesen.

Die Deutsche Bank Ludwigshafen führt das Konto des Pfarrers:

Deutsche Bank

Msgr. Joachim Schroedel

Stichwort:

"Stadt-Kurier-Leser helfen"

Konto-Nr.: 3599008 BLZ.: 54570024

(Kurier-Verlag)