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Syrer sollen Terrorverdächtigen mit Geld versorgt haben
Polizei durchsucht im Fall Al-Bakr Wohnungen in Neuss

Polizei durchsucht im Fall Al-Bakr Wohnungen in Neuss
Kurz nach seiner Festnahme im Oktober erhängte sich Al-Bakr in Untersuchungshaft. FOTO: LKA Sachsen
Neuss/Düsseldorf. Razzia in Neuss: Am heutigen Mittwoch wurden Wohnungen von vier Syrern in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Die Männer sollen laut Polizeibericht den terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr mit mehr als 2.000 Euro versorgt, ihm damit die Planung eines Terroranschlags ermöglicht haben.

Al-Bakr hatte in seiner Wohnung in Chemnitz eineinhalb Kilogramm Sprengstoff, mit dem er laut Ermittlern im Auftrag der Terrormiliz IS einen Berliner Flughafen angreifen wollte. Kurz nach seiner Festnahme im Oktober erhängte sich Al-Bakr in Untersuchungshaft. Sein zunächst als Komplize verdächtigter Vermieter ist inzwischen wieder frei.

Zum jetzigen Zeitpunkt sei unklar, ob die vier Syrer von den Terrorplänen wussten. Laut "Spiegel Online"  würden die Männer deshalb formal als Zeugen und nicht als Beschuldigte geführt und seien auch nicht festgenommen worden.

Das Verfahren der Bundesanwaltschaft sei von der NRW-Polizei personell und logistisch unterstützt worden. Die Beamten waren in Düsseldorf und im benachbarten Neuss im Einsatz.