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Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

Neuss/Kaarst. Im Rahmen der landesweiten Kampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“ geht die Polizei im Rhein-Kreis Neuss verstärkt gegen das Phänomen Wohnungseinbruch vor. Mit gezielten verdeckten und offenen Kontrollen setzt sie potentielle Täter unter Druck und erhöht deren Entdeckungsrisiko. Einhergehend berichtete die Polizei in den letzten Wochen über Wohnungseinbrüche und Präventionsmöglichkeiten. Von Thomas Broich

In einem aktuellen Fall von Donnerstag, 30. Oktober stiegen Tageswohnungseinbrecher, zwischen 17 und 20:30 Uhr, durch die zuvor aufgehebelte Terrassentür eines Einfamilienhauses auf der Hofstraße in Neuss-Rosellen ein. In den Wohnräumen durchsuchten sie sämtliche Schränke und Behältnisse bevor sie unerkannt entkamen. Ob sie Beute machten ist bislang noch nicht geklärt. Die Polizei konnte am Tatort diverse Spuren sichern und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Um keine Spuren zu vernichten, sollten Opfer eines Einbruches ein paar Tipps beherzigen. Wer feststellt, dass er ungebetenen Besuch hatte, sollte den Tatort (also die eigene Wohnung) möglichst in dem Zustand belassen, wie er ihn vorgefunden hat. Man neigt dazu, ein offenstehendes Fenster oder eine Tür reflexartig zu schließen. Hierbei können wertvolle Fingerabdruckspuren vernichtet werden. Es gilt, unverzüglich die Polizei zu verständigen. Diese sichert fachmännisch alle vorgefundenen Spuren, wie Schuhsohlenabdrücke, zurückgelassene Gegenstände der Täter, DNA und sogenannte daktyloskopische Spuren (Fingerabdrücke).

Soweit muss es nicht kommen. Jeder Wohnungsinhaber kann sich schützen.

Wichtig ist die Kombination von richtigem Verhalten und einbruchhemmender Sicherungstechnik.

Tipps der Polizei – so schützt das richtige Verhalten vor Einbrechern:

- Wer sein Haus verlässt und sei es nur für kurze Zeit sollte unbedingt die Haustüre abschließen.

- Fenster und Terrassentüren bei Abwesenheit nie gekippt lassen: Gekippte Fenster sind offene Fenster!

- Schlüssel dürfen nicht in Nähe des Hauses / der Wohnung abgelegt werden. Erfahrene Einbrecher kennen auch die raffiniertesten Verstecke.

- Gehen Schlüssel verloren sollten unverzüglich Schließzylinder ausgetauscht werden.

- Eine Wohnung sollte immer bewohnt aussehen. Durch einfache Mittel (ein eingeschalteter Fernseher, Licht, das durch Vorhänge scheint, ein regelmäßig geleerter Briefkasten) schafft man den Eindruck der Wohnungsinhaber sei daheim. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt.

- Wachsam sein für verdächtige Vorkommnisse in der Nachbarschaft: Fremden Personen oder Fahrzeugen sollte mit Obacht begegnet werden. Deutet das Verhalten auf ein mögliches Auskundschaften hin oder begeben sich die Personen tatsächlich auf Grundstücke der Anwohner, sollte sich keiner scheuen, in aktuellen Fällen den Notruf der Polizei (110) zu wählen.

Ungebetenen Gästen einen Riegel vorschieben:

Das alleinige Befolgen dieser Verhaltenstipps ersetzt aber nicht einen guten Sicherungsstandard des Hauses oder der Wohnung. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig von abschließbaren Fenstergriffen, über Zusatzschlösser, bis hin zu Panzerquerriegeln. Ziel ist es, den Einbrechern ihre Arbeit so schwer wie möglich zu machen. Kommen sie nicht innerhalb einer relativ kurzen Zeit zum Erfolg, brechen die meisten ihr Vorhaben ab. Zudem wirkt sichtbare Sicherungstechnik abschreckend auf die meisten Gelegenheitstäter.

In der Aktionswoche zur Kampagne „Riegel vor!“ (20. bis 25. Oktober) tourten die technischen Berater des Kriminalkommissariats für Prävention und Opferschutz mit ihrem Infomobil durch den gesamten Rhein-Kreis und erklärten interessierten Bürgerinnen und Bürgern, wie man sich bestmöglich gegen Einbrecher rüstet.

Auch in den kommenden Monaten bietet die Polizei im Rhein-Kreis Neuss kompetente und kostenlose Beratung zum Thema Einbruchschutz an.

Die nächsten Veranstaltungen in der Beratungsstelle der Polizei an der Jülicher Landstraße 178 in Neuss finden an folgenden Terminen statt.

Im November:

Samstag (8. November), Beginn jeweils um 10, 11 und 12 Uhr

Im Dezember:

Montag (8. Dezember), um 18 Uhr. Montag (15. Dezember), um 18 Uhr

(bei den Abendterminen ist eine vorherige Anmeldung unter Tel. 02131/30 00 notwendig)

Bei diesen Gelegenheiten kann man sich auch über Errichterbetriebe für mechanische Sicherungstechniken informieren, die die erforderlichen formellen, personellen und fachlichen Voraussetzungen erfüllen.

Die Adressen von Fachunternehmen findet man auf der Internetseite der Polizei: HYPERLINK „http://www.polizei.nrw.de/rhein-kreis-neuss“ \o „http://www.polizei.nrw.de/rhein-kreis-neuss“ www.polizei.nrw.de/rhein-kreis-neuss

Hier gibt es auch weiterführende Informationen zum Einbruchschutz, zu Beratungsterminen und zur landesweiten Kampagne „Riegel vor!“.

(Kurier-Verlag)