| 16.52 Uhr

Sanierung der Stützwand an der Batteriestraße

Sanierung der Stützwand an der Batteriestraße
Baudezernent Christoph Hölters, Gerd Eckers, Abteilungsleiter im Tiefbaumanagement Neuss, und die Abteilungsleiterin der Unteren Bodendenkmalpflege, Sabine Sauer neben der Stützwand. FOTO: Foto: Stadt Neuss
Neuss. Die Stützwand an der Batteriestraße in Höhe des Gymnasiums Marienberg wird in den nächsten Monaten restauriert und der Druck von der Rückseite der Ziegelstein-mauer genommen, sodass die seit 25 Jahren vorhandenen Holzabstützungen abgebaut werden können. Von der Redaktion

Teile der Stadtmauer sind aus Tuffstein und stammen aus dem 12./13. Jahrhundert. Der Bereich der Stützwand, der jetzt saniert wird, ist rund 30 Meter lang und hat eine Höhe von etwa vier Meter auf der Seite der Batteriestraße und circa zwei Meter auf der Seite der Schule. Dieser Höhenunterschied zwischen Batteriestraße und Schulgelände Gymnasium Marienberg war schon immer vorhanden, da hier im Mittelalter das Steilufer zum Fluss war. Die Ziegelsteinmauer ist ein eingetragenes Bodendenkmal. Durch das Freilegen werden Reste der mittelalterlichen Fundamentierung, Schießscharten und Um- und Anbauten aus der frühen Neuzeit erwartet.

Die Stützwand wurde 1990 statisch untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Bereich entlang des Gymnasiums Marien-berg abgestützt werden musste. Im Jahr 2014 wurde dieser Be-reich nochmals untersucht, mit dem Ergebnis, dass die Stütz-wand gerade noch standsicher war. Inzwischen sind an der Ziegelsteinmauer durch den hohen Erddruck, der Witterung und dem Bewuchs auf der Rückseite der Stützwand Verformungen entstanden. Daher wird nun auf der Rückseite (Gymnasium Marienberg) die Mauer statisch gesichert. Dazu wird zunächst der vorhandene Bewuchs und loses Mauerwerk entfernt. An-schließend wird abgängiges und zerstörtes Mauerwerk ausge-tauscht, die Mauerkrone mit einer bogenförmigen bewehrten Mörtelabdeckung gesichert, zersetzte Fugen ausgeräumt und neu verfugt. Zeugnisse der verschiedenen Jahrhunderte sollen erkennbar bleiben und sorgsam restauriert werden. Dann kann die vorhandene Holzabstützung zurückgebaut und auf der Seite der Batteriestraße ein Sockelputz aufgebracht werden.

Die gesamten Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Okto-ber und kosten rund 125.000 Euro. D die Arbeiten auf dem Schulgelände finden ausschließlich in den Schulferien statt.

(Kurier-Verlag)