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Stirbt der Norfbach? Große Teile ausgetrocknet +++ Künstliche Quelle in Anstel plätschert schwach +++ Amphibien und Fische müssen sterben

Neuss. Dem Norfbach geht die Puste aus. Trotz Regen sind ganze Abschnitte an der südlichen Neusser Stadtgrenze trocken gelegt. Der für die Fische so wichtige Weg von der Mündung zur Quelle ist abgeschnitten. Ein Grund ist die mangelhafte Wasserzufuhr von Rhein Braun an der alten Quelle in Rommerskirchen-Anstel. Während Molche sterben und viele Arten verschwinden, tun die Verantwortlichen nichts. Von Frank Möll

Die Stadt am Rhein hat viel zu bieten. Der herrliche Gilbach bei Hoisten und Weckhoven, die Erft, und der Norfbach. Droht ihm ein ähnliches Schicksal wie der Krur, die es schon lange nicht mehr gibt? Ab Nievenheim stirbt der einst so lebendige Bach. Erst im späteren Verlauf führt er wieder Wasser. Ein Grund: Die künstliche Quelle in Anstel existiert faktisch nicht. Eigentlich sollte Rhein-Braun hier ordentlich Wasser reinpumpen. Doch aus dem Rohr plätschert es nur müde. Jetzt sind unsere Politiker gefragt. Allen voran, der Retter des Norfbaches, Grünen-Fraktionschef Michael Klinkicht!

(Kurier-Verlag)