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Vom Vater angezündete Maha: Lukaskrankenhaus will helfen

Vom Vater angezündete Maha: Lukaskrankenhaus will helfen
Maha (36) im Foyer des Marienhauses. Hier besuchte sie die Schule. Ihr Vater, ein Libanese, übergoss sie mit Terpentin und zündete sie an, weil sie einen Kurden liebte. FOTO: Foto: Frank Möll
Neuss. Als Maha Atoui 18 Jahre alt war, übergoss sie der eigene Vater mit Terpentin und zündete sie an, weil sie im Libanon als Ehefrau versprochen war, Maha Atoui aber nicht heiraten wollte. Heute ist die ehemalige Marienhaus-Schülerin 36 Jahre alt und ihr Schicksal erschüttert ganz Neuss. So auch Dr. Jörg Falbrede, Chefarzt im Lukaskrankenhaus. Er will Maha helfen und ihren völlig verbrannten Oberkörper operieren.. Von Frank Möll

Sie überlebte den versuchten Ehrenmord wie durch ein Wunder, doch das Leid der jungen Frau ist für gesunde Menschen kaum zu fassen. Über 65 Prozent ihrer Haut sind verbrannt, ihr Gesicht ist entstellt, beide Brüste sind komplett entfernt worden. Über 30 schmerzhafte Operationen hat sie hinter sich. Der Chefarzt der Frauenklinik im Lukaskrankenhaus, Dr. Jörg Falbrede, ist bereit, in einem komplizierten Verfahren ihren Oberkörper wieder herzurichten. "Ich möchte auch wieder eine Brust haben", so Maha. Falbrede und Krankenhaus-Koordiantorin Ulla Dahmen wollen helfen, erklären ihr das Verfahren und mögliche Komplikationen.

Bislang hat die AOK Maha solche Operationen nicht bezahlt. Doch die Spendenbereitschaft der Neusser nach dem Stadt-Kurier-Aufruf ist groß. Rund 3000 Euro (von bislang 50 Spendern) sind zusammen gekommen. Geld, das in weitere Operationen und langjährige Therapien fließen soll. Die Opferorganisation "Weißer Ring" (gegründet von Eduard Zimmermann, Aktenzeichen XY) hat gemeinsam mit dem Stadt-Kurier ein Spendenkonto bereit gestellt.

Weisser Ring, Sparkasse Mainz

Stichwort: Maha

Blz.: 550 501 20

Konto: 343434

Jeder Euro zählt! Der Stadt-Kurier begleitet Maha weiter auf ihrem Weg

(Kurier-Verlag)