| 12.00 Uhr

Diskussion um Jugendzentrum: Jetzt werden die Vorster Bürger gefragt

Diskussion um Jugendzentrum: Jetzt werden die Vorster Bürger gefragt
Der Jugendhilfeausschuss hatte sich für den Standort direkt am St.-Eustachius-Platz ausgesprochen, die Bürgerinitiative macht sich für das Grundstück an der Schule stark. FOTO: Foto: Rolf Retzlaff
Vorst. Wo soll das neue Vorster Jugendzentrum entstehen? Der Jugendhilfeausschuss hatte sich bereits für den Standort direkt am St.-Eustachius-Platz gegenüber des Ärztehauses ausgesprochen, die Bürgerinitiative „pro JZ Vorst“ setzt sich für einen Bau an der Grundschule ein. Jetzt sollen die Vorster Bürger zu Wort kommen: Die Verwaltung lädt zu einer Informationsveranstaltung am kommenden Mittwoch, 30. September, 19 Uhr, in die Aula des Georg-Büchner-Gymnasiums, Am Holzbüttger Haus, ein. Von Rolf Retzlaff

Helmut Quade und Karl Prill hatten die oben genannte Bürgerinitiative gegründet und in kurzer Zeit 731 Unterschriften für den Standort an der Schule gesammelt. „Aufgrund der offensichtlich zwischenzeitlich aufgekommenen kontroversen Diskussionen in der Vorster Bürgerschaft wurde im Stadtrat eine Bürgerinformationsveranstaltung zu diesem Thema beschlossen“, sagt Bürgermeister Franz-Josef Moormann. Karl Prill hatte zu Beginn der Ratssitzung Ende August die Beweggründe der Bürgerinitiative erläutert und der Verwaltung einen Fragenkatalog als „Hausaufgabe“ mit auf den Weg gegeben. Die Antworten liegen Prill und Quade mittlerweile vor. Demnach sei der Bau eines Gebäudes nur für das Jugendzentrum auf dem West-Grundstück am St.-Eustachius-Platz möglich. Die Fläche der Grundschule Vorst sei festgesetzt als Fläche für den Gemeinbedarf, ein Jugendzentrum könne hier also ohne Bebauungsplanänderung gebaut werden. Die Verwaltung macht weiter deutlich, dass die Bürgerversammlung eine reine Informationsveranstaltung sei, in der keine Beschlüsse gefasst würden. Über das Ergebnis werde die Verwaltung dem Stadtrat berichten. „Es ist daher davon auszugehen, dass Erkenntnisse aus der Versammlung auch in einem weiteren Entscheidungsprozess – neben weiteren Aspekten – Berücksichtigung finden. Eine verbindliche Verpflichtung für den Stadtrat und die befassten Ausschüsse zu einer bestimmten Entscheidung ergibt sich nicht“, so Stephan Adams vom Bürgermeisterbüro.

Für die Bürgerinitiative ist der Standort am St.-Eustachius-Platz nicht tragbar: Sie plädiert für ein eigenständiges Zentrum, „und für unsere Vorster Bürger soll eine weiterhin offene Ortsmitte erhalten bleiben“, so Prill. „Das sogenannte Jugendzentrum soll in einem sehr großen Gebäude in einer 135 Quadratmeter-Wohnung untergebracht werden, neben Sparkasse und diversen Wohnungen. Wegen Unverträglichkeit dieser Kombination ist bereits ein Investor abgesprungen“, erklärt Prill weiter. Die Bürgerinitiative votiere deshalb für „ein eigenständiges Jugendzentrum auf dem freien Gelände neben der Grundschule Vorst“.

(Kurier-Verlag)