| 11.42 Uhr

Ikea feiert Richtfest: Eröffnung wahrscheinlich erst im Herbst

Ikea feiert Richtfest: Eröffnung wahrscheinlich erst im Herbst
Das typische Ikea-Blau ist bereits zu sehen: Die Eröffnung des Möbelhauses im Gewerbegebiet Kaarster Kreuz ist für den Frühherbst 2017 vorgesehen. FOTO: Foto: privat
Kaarst. Echt sympathisch: Zum Richtfest am vergangenen Mittwoch im Holzbüttgener Gewerbegebiet hatte Ikea nicht nur honorige Schlips- und Anzugträger eingeladen, auch die Bauarbeiter und Angestellten durften im wohl temperierten Zelt mitfeiern. "Eine große Ikea-Familie", freute sich Einrichtungshausleiter Stephan Laufenberg. Von Rolf Retzlaff

Und auch Ikea-Expansionschef Johannes Ferber lobte den Einsatz der Bauarbeiter, "die bei Eis und Schnee die Baustelle am Laufen gehalten haben". Dennoch wird sich die Eröffnung etwas verzögern: "Wir können den Termin erst im Frühjahr bekannt geben, wahrscheinlich wird es im Frühherbst 2017", so Ferber. Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus freute sich auf das "modernste, innovativste und umweltfreundlichste Ikea-Haus der Welt in Kaarst", ließ es sich aber nicht nehmen, die angedachte Sperrung der Brücke zwischen dem Gewerbegebiet und der Morgensternsheide anzusprechen: "Mauern, Sperren und Schranken haben noch nie geholfen", sprach sie sich für freie Durchfahrt aus.

Stephan Laufenberg lobte erneut das erste Nachhaltigkeits-Haus weltweit: "Das wird kein normaler rechteckiger Bau, sondern ein einzigartiges Haus, das die Gegend prägen wird." Kaarst werde mehr und mehr zum "place to be in der Ikea-Welt". Laufenberg war auch einer der gefragtesten Personen im mit rund 470 Gästen gefüllten Zelt. Etwas besonderes hatten sich das Ehepaar Cremer vom benachbarten Dachdeckerbetrieb ausgedacht: Sylvia Cremer schenkte dem Ikea-Hauschef ein selbst gemaltes Gemälde.

Ikea investiert für das im Fachjargon "More Sustainable Store" genannte Nachhaltigkeitshaus am Standort Kaarst 100 Millionen Euro. Auf dem etwa 124.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht eine geplante Verkaufsfläche von 25.500 Quadratmetern. Zusätzlich zu den 280 bereits bestehenden Arbeitsplätzen im derzeitigen Einrichtungshaus sollen rund 40 weitere Stellen geschaffen werden.

Rolf Retzlaff

(Kurier-Verlag)